Freigaßner: Forderungen des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) inakzeptabel

Bessere Arbeitsbedingungen und freier Zugang in Pflegeberufen unabdingbar

Wien, 13-06-2002 (fdp) Mit harscher Kritik reagierte heute die freiheitliche Abg. Evelyn Freigaßner auf die vorgeschlagene Ausbildungsreform des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes. Demnach solle ein Maturaabschluß als Voraussetzung für die Grundausbildung im Pflegebereich sowie eine Erhöhung der Ausbildung auf universitäres Niveau angestrebt werden, um den künftigen Personalmangel entgegenzuwirken. ****

Die bislang angebotene Grundausbildung für PflegerInnen sei völlig hinreichend und entspreche im internationalen Vergleich einem hohen Ausbildungsstandard, was der vom Verband gewünschten Imageanhebung wohl kaum entgegen stehen dürfte. Anstelle die Anwerbung für fehlendes Pflegepersonal blind nur auf die Ausbildungsebene zu schieben, müßten zuerst die größtenteils unzumutbaren Arbeitsbedingungen rigoros verbessert werden. Die geringe Attraktivität dieses Berufsbildes liege meist am unerträglichen Druck einer vielfach geforderten Akkordarbeit, die dieser Aufgabe anlaste und zudem weit unter Gebühr bezahlt werde, erläuterte die FPÖ-Mandatarin.

"Die Haltung der österreichischen Pflegevertretung sei einerseits gegenüber Pflichtschulabsolventen und andererseits gegenüber jener Personengruppe mittleren Alters sehr bedenklich, die über keine Matura verfüge, da ein höherer Schulabschluß kein Parameter für die soziale Kompetenz im Umgang mit Pflegebedürftigen sein könne. Gerade für WiedereinsteigerInnen biete der Pflegebereich über den zweiten Bildungsweg große Chancen am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, stellte Freigaßner abschließend fest. (Schluß)

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