"Getarnte" Strom-Keiler sind in Niederösterreich unterwegs

AKNÖ-Präsident Josef Staudinger kritisiert Gewerbeordnungs-Novelle

Wien (OTS).- Seit kurzem sind in Niederösterreich wieder Keiler-Truppen von vermeintlichen Billigstrom-Anbietern unterwegs. Die "Arbeitsweise" der Keiler ist dabei mehr als bedenklich. Sie geben sich fälschlicherweise als seriöse EVN-Mitarbeiter aus. Mit diesem Trick gewinnen sie das Vertrauen der Haus- und Wohnungsbesitzer, verschaffen sich so Eintritt und lesen zunächst den Stromzähler ab. Dann wird den Kunden ein günstigeres Angebot offeriert, indem ein Wechsel des Anbieters vorgeschlagen wird. Viele Kunden sind auf diesen Trick bereits hereingefallen und haben sogar schon einen entsprechenden Vertrag unterschrieben.

Angesichts dieser mehr als zweifelhaften "Haustürgeschäfte" spart AKNÖ-Präsident Josef Staudinger nicht mit Kritik an der neuen Gewerbeordnung. ". Der Paragraf 57 listet jene Art von Haustürgeschäften auf, die nicht erlaubt sind. Da ist von einer Reihe von Waren die Rede, die nicht verkauft werden dürfen. Doch jene Geschäfte, wie eben im Strom- oder auch im Telecom-Bereich, sind nicht berücksichtigt. Dabei sind es gerade diese, wo für die Konsumenten besonders viel Geld auf dem Spiel steht", spricht der AKNÖ-Präsident von einer "vergebenen Chance, diese Problematik zu berücksichtigen." Und auch was das Rücktrittsrecht betrifft, hinkt Österreich gegenüber anderen Staaten hinten nach. Während man in Deutschland binnen zwei Wochen seine Unterschrift von einem Vertrag eines Haustürgeschäfts zurückziehen kann, ist es in Österreich nur eine Woche. Staudinger: "Das wäre eigentlich Angelegenheit des Konsumentenschutz-Ministers gewesen, sich der Interessen der Verbraucher anzunehmen."

Das Problem sogenannter Haustürgeschäfte wurde mit der Liberalisierung des Strommarktes aktuell. Bereits im Jänner dieses Jahres hatte die AKNÖ auf diese Problematik mit Nachdruck hingewiesen.

Seitdem gibt es immer wieder Beschwerden von "Keiler-Opfern": "Das beste ist, einen Vertrag erst gar nicht zu unterschreiben", raten die AKNÖ-ExpertInnen, die in solchen Fällen gerne auch beraten.

Erfahrungen haben gezeigt, dass es nicht immer leicht ist, den günstigsten Tarif herauszufinden, und nicht selten erwiesen sich die "Alternativanbieter" letztendlich sogar als teurer als der traditionelle Anbieter.

Eine weitere Möglichkeit, das günstigste Angebot zu finden, ist der AK-Tarifkalkulator, zu finden auf der Homepage http://www.aknoe.at .

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