SJÖ: Innenminister fördert Jugendarbeitslosigkeit

Kollross: Nach Postenschacherei betreibt Strasser aktive Arbeitsplatzvernichtung =

Wien (SK) Fassungslos reagierte Andreas Kollross, Verbandsvorsitzender der SJ (Sozialistische Jugend) Österreich auf die Ankündigung des Innenministers, keine neuen Lehrlinge mehr einzustellen und diejenigen, die ihre Ausbildung heuer beenden, auf die Straße zu setzen. ****

Auf die Aufforderung Strassers an die Lehrlinge, sie sollten sich doch einen Job in der Privatwirtschaft besorgen erwidert Kollross gegenüber dem Pressedienst der SPÖ kopfschüttelnd: "Das ist purer Zynismus. Derzeit ist die Arbeitsmarktsituation für Jugendliche katastrophal. 40.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 sind arbeitslos, 10.000 suchen eine Lehrstelle. Dass die Bundesregierung ihre Personaleinsparungspolitik gerade unter diesen Umständen so forciert zeigt ihre Unfähigkeit und Kaltschnäuzigkeit, auf die verhärteten Bedingungen am Arbeitsmarkt einzugehen."

Die Sozialistische Jugend tourt seit Ende April mit ihrer Kampagne unter dem Motto "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit" durch das gesamte Bundesgebiet. Ziel ist es, unter den Betroffenen Bewusstsein zu schaffen und den Unmut über diese Situation gegenüber den VerursacherInnen auszudrücken. "Denn Arbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern Produkt einer falschen Politik", urteilt Kollross über die prekäre Lage am Arbeitsmarkt.

Für Kollross drückt die Aktion Strassers absolute Unkenntnis oder seine Gleichgültigkeit gegenüber realgesellschaftlichen Realitäten aus: "Nach der Postenschacherei im Ministerium betreibt Strasser nun aktive Arbeitsmarktvernichtung. Strassers Vorgangsweise ist zutiefst kontraproduktiv. Anscheinend haben nicht alle Lehrlinge ein schwarzes Parteibuch". (Schluss) up/mm

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