FORMAT: Bei der Lauda-Air wackeln 350 Jobs

Lauda-Linienflüge nach Bangkok und Australien sollen zur AUA wandern

Wien (OTS) - Die Lauda Air soll alle Linienflüge, auch jene nach Australien und Bangkok, an die AUA abtreten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner morgen Freitag erscheinenden Ausgabe. Der Bericht bezieht sich auf ein Sitzungsprotokoll vom 22. Mai 2002, in dem AUA-Chef Vagn Sörensen diese Entscheidung dem Lauda-Management mitteilt. Auch Lauda-Betriebsrat Johannes Kuttner bestätigt gegenüber FORMAT: "Die AUA will uns diese Flüge um jeden Preis wegnehmen." Kommentar aus der AUA-Führung: "Es werden Varianten geprüft, aber es ist nichts entschieden."

Die Lauda-Air soll zwar sämtliche Charterflüge von der Mutter bekommen, würde auf diese Weise aber halbiert, sagt der Betriebsrat. 350 Jobs im Bereich der Piloten und des Bordpersonals sind gefährdet. Für die Langstrecken-Jets der Lauda-Air (Boeing 777) peilt Sörensen eine Lösung an: Airbus soll sie übernehmen, und der AUA dafür Großraum-Maschinen des Typs Airbus 340 liefern.

Mit dem AUA-Personal verhandelt Sörensen über eine Neugestaltung der Kollektivverträge: Im Gegenzug zur Stärkung der AUA will er Gehaltszugeständnisse.

Lauda-Betriebsrat Kuttner kündigt für den 18. Juni Demonstrationen am Flughafen an. An diesem Tag ist die entscheidende Sitzung zwischen Lauda-Air und AUA anberaumt.

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