Pirklhuber: Wahlfreiheit für gentechnikfreie Produktion muß international gewährleistet werden

Indigene Völker dürfen nicht Empfänger verbotener Lebensmittel der Reichen werden

Wien (OTS) "Molterer muß sich sich auf die Seite der indigenen bäuerlichen Gemeinschaften der Entwicklungsländer stellen. Er muß daher auf internationaler Ebene für das Recht dieser Länder auf eine autochtone, gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung durch eine bäuerliche Landwirtschaft eintreten", fordert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen, anläßlich des Welternährungskonferenz in Rom. Ernährungssouveränität sei ein Gebot der Stunde, um das angepeilte Ziel der Halbierung der Hungernden von 800 Mill auf 400 Mill. in den nächsten Jahren zu erreichen, fordert Pirklhuber.

Pirklhuber verweist auf die heftigen Debatten auf der Konferenz über den Export von GVO-verunreinigtem Mais hin. So wurde in Bolivien im heurigen Jahr der sogenannte star-link Mais in Lebensmittelhilfe-Lieferungen der USA nachgewiesen. Dieses Konstrukt wurde bereits vor zwei Jahren in den USA wegen Verdachts auf allergene Wirkung für die Nahrungsmittelproduktion verboten. "Die Entwicklungsländer wehren sich zu Recht zu Empfängern minderwertiger oder gar verbotener Lebensmittel der Reichen degradiert zu werden", so Pirklhuber.

"Nur wenn sich die EU und die USA entschieden vom Agrardumping über Exportsubventionen abwenden, werden sich die notwendigen Rahmenbedingungen für die Entwicklungsländer gestalten lassen, so Pirklhuber abschließend.

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