Jugoslawischer Vizepremier bei Bartenstein

Wien (BMWA/OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein hat gestern den jugoslawischen Vizepremier und Außenhandelsminister Dr. Miroljub Labus zu einem Arbeitsgespräch empfangen. Minister Bartenstein sagte dabei die volle Unterstützung Österreichs sowohl im Hinblick auf die Verhandlungen für ein Stabilitäts- und Assoziierungsabkommen mit der EU, als auch für einen WTO- Beitritt Jugoslawiens zu. Weiters hat Minister Bartenstein den jugoslawischen Vizepremier Labus zu einer von Österreich und der OECD veranstalteten Ministerkonferenz der Staaten Südosteuropas, die in Zeit vom 17. und 18. Juli 2002 in Wien stattfindet, eingeladen. Im Rahmen des Investment Compact (Schlüsselinitiative des Balkan-Stabilitätspaktes) werden die Regierungen bei dieser Konferenz eine Deklaration zu den Prinzipien der Investitionserleichterung unterzeichnen.****

Im Jahr 2001 stiegen die österreichischen Exporte nach Jugoslawien um 36,9 % auf 254,3 Mio. EURO an. Dabei entwickelte sich besonders die Warengruppe Maschinen, Apparate und elektrotechnische Waren äußerst positiv. Die BR Jugoslawien lieferte im selben Zeitraum Waren im Wert von 37,2 Mio. EURO, ein Plus von 21,1 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2002 werden die österreichischen Exporte in die BR Jugoslawien voraussichtlich um mehr als 30 % steigen.
Auf das jugoslawische Importverbot für österreichisches Rindfleisch angesprochen, sagte Vizepremierminister Labus eine umgehende Prüfung zu.

"Die besondere Verantwortung und Vorreiterrolle, die Österreich in dieser Region wahrnimmt, zeigt sich auf politischer Ebene im Wirken von Persönlichkeiten wie Petrisch, Busek und Rohan ebenso wie auf wirtschaftlichem Gebiet, wo Österreich drittgrößter Auslandsinvestor in Jugoslawien ist", unterstrich Bartenstein. Mit Genugtuung wurde schließlich zur Kenntnis genommen, dass die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit für Jugoslawien zur Verfügung gestellte Soforthilfe in der Höhe von 1 Million Euro nunmehr zur Gänze ihrer Bestimmung - Wiederaufbau von Kraftwerken und pharmazeutischen Produktionsanlagen - zugeführt werden konnte.

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