Cap: "Ritter Gaugg" erntet Dank für seine "Nibelungentreue"

Cap geißelt blau-schwarzen Versuch, Österreich in ihre Privatrepublik zu degradieren

Wien (SK) "Wir werden der Bevölkerung sagen, wie sie wuchernd mit ihren Beiträgen umgehen und angestrengt versuchen, Österreich in ihre Privatrepublik zu degradieren", empörte sich SPÖ-Klubobmann Josef Cap im Rahmen der Dringlichen Anfrage am Mittwoch im Parlament über die "skandalöse" Politik des Postenschacherns seitens FPÖ und ÖVP. Den Grund, warum der "Ritter Gaugg" in Niebelungentreue in die Pensionsversicherungsanstalt "einreiten" dürfe, war für Cap leicht ausgemacht: "Gaugg ist der Mann der ersten Stunde." Gaugg sei derjenige gewesen, der bei der "Machtergreifung" Haiders meinte, mit Steger würde er nicht einmal auf Urlaub fahren aber mit Haider würde er sogar ein zweites Mal nach Russland gehen. Und Gaugg sei auch derjenige gewesen, der Haider auf die Schultern hob. "Jetzt ist die Stunde der Dankbarkeit für seine Nibelungentreue gekommen", begründete Cap die Tatsache, dass Haider und Haupt Gaugg die Stange halten. Damit Gaugg 200.000 Euro Einkommen, zwei Dienstwägen - einer könnte ja irgendwie kaputt werden - und dergleichen bekomme, werde alles in Kauf genommen. ****

"Sie sollten Postenbesetzungsseminare in der ÖVP besuchen", riet Cap der FPÖ angesichts der Durchschaubarkeit ihres Postenschachers an. "Die werden ihnen sagen, wie man es macht -butterweich und flächendeckend." "Man macht die Tür auf und schon sitzt ein Schwarzer drinnen, wenn man die Tür zu macht ist schon der zweite drinnen", versuchte Cap die schwarze Postenbesetzungspraxis bildlich näher zu bringen: "Nach 13 Jahren gemeinsamer Koalition wissen wir, wovon wir sprechen. Die ÖVP hat nichts anderes im Kopf als Postenbesetzung." Für die Tatsache, dass Klubobmann Khol so "stoisch ruhig" und "beinahe aristokratisch vornehm" hier im Nationalrat sitze, hatte Cap eine "simple Begründung" parat:
"Währenddessen er hiersitzt, werden von der ÖVP schon drei Posten besetzt."

Den "Dreistesten" von allen Postenschacherern machte Cap in der Person Strassers aus: Er sei zwar der Cleverste, "aber er war zu dreist und hat es zu bunt getrieben" - und dafür bekomme er nun die Rechnung, in Form eines Misstrauensantrags, präsentiert. Dabei handle es sich übrigens um den Zweiten, der heute eingebracht werde. Denn auch Gaugg werde heute das Misstrauen ausgesprochen. Für Cap stellen sich diese Misstrauensanträge nicht als Inflation, sondern als "voll verdient und voll berechtigt" dar.

Haupts Leugnung, bei der sogenannten "Verschwörersitzung" von FPÖ- und ÖVP-Funktionärinnen dabei gewesen zu sein, qualifizierte Cap als "Versuch, den politischen Alzheimer der ÖVP zu kopieren". Nur hatte der - ebenfalls bei der Sitzung anwesende - Generaldirektor der PVA Wetscherek "unglücklicherweise" kein Alzheimer und habe Haupt bildlich, und wahrscheinlich auch akustisch vor sich gesehen. (Schluss)lm

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