DER STANDARD-Bericht: "Regierung treibt positive Krankenkassen ins Defizit" - Proteste gegen Ausgleichsfonds - Erscheinungstag 13.6.2002

Wien (ots) - Hausgemachte Defizite für positiv bilanzierende Krankenkassen: Die Regierung katapultiert mit der geplanten 60. ASVG-Novelle die wenigen noch positiv bilanzierenden Krankenkassen ins Minus. Unliebsame Überraschung für die Versicherungen der Eisenbahner und öffentlich Bediensteten: Auch sie sollen künftig vier Prozent ihrer Beitragseinnahmen in den Ausgleichsfonds einzahlen. Für die Eisenbahner würde das 2003 ein Minus von zehn Millionen Euro bedeuten, die öffentlich Bediensteten müssen gar mit einem Minus von 36 Millionen rechnen.

Auch die einzig positiv bilanzierende Gebietskrankenkasse, die oberösterreichische, würde nach den Regierungsplänen ein Minus einfahren. Direktor Johann Mayr kritisiert das "Zwangsdarlehen", die Gewerbliche Krankenkasse droht sogar einen Boykott an.

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