AK Tumpel: Abfertigung "endlich wirklich für alle"

Wien (AK) - "Es ist nur fair, dass sich endlich jeder
Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin eine Abfertigung erarbeiten kann" erklärt AK Präsident Herbert Tumpel zum heute im Nationalrat gefaßten Gesetzesbeschluss. Tumpel bezeichnet es als großen Fortschritt, dass die Sozialpartner ein Modell erarbeitet und durchgesetzt haben, das "eine Abfertigung für wirklich alle" bringt. Nach dem Regierungsvorschlag in der Koalitionsvereinbarung wären nämlich fast ein Drittel der Beschäftigten draußen geblieben, erinnert Tumpel.****

Das Regierungsprogramm hatte etwa einen Beitragsbeginn erst ab dem 13. Beschäftigungsmonat vorgesehen. Pro Jahr werden über 800.000 Arbeitsverhältnisse beendet, die nicht länger als 1 Jahr gedauert haben. Sie alle wären nach dem Regierungsmodell vom Aufbau eines Abfertigungsanspruches ausgeklammert. "Damit hätten viele, vor allem die Saisonbeschäftigten und die steigende Zahl der nur kurzfristig Beschäftigten, keine Ansprüche aufbauen können", sagt Tumpel. Vorgesehen war auch, dass es spätestens mit Erreichen des 45. Lebensjahr oder nach 25 Beitragsjahren zu einem Beitragsstopp kommt. Für rund 900.000 ArbeitnehmerInnen wäre damit aufgrund des Alters bzw der Beschäftigungsdauer ebenfalls ein Ausschluß aus dem System die Folge gewesen. Nach 25 Beitragsjahren hätten nach dem Regierungs-Modell keine neuen Ansprüche mehr aufgebaut werden können. Erst die Sozialpartner hätten sich auf ein Modell geeinigt, das eine Abfertigung für wirklich alle ArbeitnehmerInnen garantiert, kommentiert der AK Präsident den heutigen Urheberwettstreit im Nationalrat.

Noch arbeiten müsse man, so Tumpel, an den Regelungen des Übertritts vom alten ins neue System. Es müsse verhindert werden, so Tumpel, dass die Arbeitnehmer unter Druck gesetzt werden können, auf bestehende, bessere Anspüche zu verzichten.

AK und ÖGB forderten seit langem eine Reform der Abfertigung. Ziel der Reformbestrebungen war immer eine Verbesserung für die ArbeitnehmerInnen, insbesondere eine Abfertigung für alle. Dass das jetzt auch der Fall sein wird, ist ein Erfolg der Arbeitnehmervertretungen und der Sozialpartner und nicht ein Erfolg der Regierungsparteien, betont AK Präsident Herbert Tumpel.

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