GLOBAL 2000: Vereinfachte Zulassung für Pestizide ist blanker Zynismus

Neuregelung beschert Österreich weitere Pestizide - GLOBAL 2000 fordert Lebensmittelsicherheitsgipfel

Wien (OTS) - GLOBAL 2000 kritisiert vehement die Änderung des Pflanzenschutzmittelgesetzes, die heute von Minister Molterer im Parlament durchgesetzt werden soll. "Die Behauptung, dass durch die neue Regelung alte giftige Wirkstoffe in Österreich ersetzt werden, ist unwahr. Für keinen einzigen der heute in Österreich zugelassenen Wirkstoffe ist ein Verbot geplant", kritisiert Dr. Klaus Kastenhofer, Lebensmittelsprecher von GLOBAL 2000. "Es kommt lediglich zu einer zusätzlichen Belastung von Obst und Gemüse. Weitere Giftstoffe aus Deutschland werden den österreichischen Markt überschwemmen." Angesichts der ständig wachsenden Pestizidbelastung der österreichischen Lebensmittel sind die Pläne des Landwirtschaftsministers mehr als zynisch, so die Umweltschützer.

GLOBAL 2000 fordert die längst überfällige Einberufung eines österreichischen Lebensmittelsicherheitsgipfels: "Die Verringerung der Pestizidrückstände in österreichischen Nahrungsmitteln muss endlich in Angriff genommen werden", so Kastenhofer.

Solange folgende Stoffe nicht verboten sind, bleibt die Argumentation für eine Neuzulassung von Pestiziden ein zynischer PR-Gag.

  • Aldicarb: von der WHO in der Klasse Klasse Ia (extremly hazardous) eingestuft
  • Azinphos-methyl: von der WHO in der Klasse Ib (highly hazardous), eingestuft
  • Diuron: zählt zu den stark krebserregenden Pestiziden und schädigt die Nachkommen
  • Metiram: stark krebserregend und in der österreichischen Wirkstoffstatistik die Nr. 32.
  • Procymidon: krebserregend und hormonell wirksam
  • Vinclozolin: Bekanntes Karzinogen, schädigt die Nachkommen und ist hormonell wirksam

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