Rainhard Fendrich im ORF: Musikalischer "Saitensprung" in die fünfziger und sechziger Jahre

ORF zeichnet Liederabend "Fendrich im Ronacher" auf, im Dezember in Sendung

Wien (OTS) - "Willkommen im Jurassic Park der Fernsehunterhaltung, im Soundtrack meiner Jugend!" Mit diesen Worten begrüßte Entertainer Rainhard Fendrich gestern, am Dienstag, dem 11. Juni 2002, sein Publikum im Wiener Etablissement Ronacher. Anlass war "Ein Saitensprung" - gepflegtes "Smoking-Entertainment", in dessen Mittelpunkt Welthits und beliebte Schlager aus den Swinging Fifties und Roaring Sixties standen. Stilechte Unterstützung kam unter anderem von Schlagerlegende Bill Ramsey und Talkerin Arabella Kiesbauer, die mit einem stimmgewaltigen Gastauftritt überraschte. Professor Udo Jürgens verlieh, wenn auch nicht persönlich anwesend, dem Abend durch ein televisionäres Duett mit Fendrich einen besonderen Höhepunkt. Der ORF zeichnete den Abend auf und strahlt die 90-minütige Zusammenfassung "Fendrich im Ronacher - Ein Saitensprung" voraussichtlich im Dezember 2002 aus.

Reinhard Scolik dankt Rainhard Fendrich, Österreichs Prominenz applaudiert
Für ORF-Programmdirektor Reinhard Scolik war es ein aufregender Abend: "Wir haben mit 'Saitensprung' die erste Show unter der neuen Geschäftsführung aufgezeichnet. Mein besonderer Dank für diesen gelungenen Abend gilt Rainhard und Andrea Fendrich sowie Interspot-Chef Purzl Klingohr, die eine hinreißende Show produziert haben." Dieser Meinung schlossen sich neben dem Kaufmännischen Direktor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz, auch das Geschwisterpaar Barbara und Sascha Wussow, das Ehepaar Christine und Richard Lugner, die Musical-Stars Marika Lichter und Uwe Kröger sowie die Austrobarden Wolfgang Ambros und Josie Prokopetz, aber auch Sonja Klima und Rudi Klausnitzer an.

Satirische "Saitenhiebe" in bester Fendrich-Manier
Rainhard Fendrich, bekannt für seine sozialkritischen Spitzen, zeigte einmal mehr untrügliches Gespür für die Zeichen der Zeit: Weil er sich an diesem Retro-Style-Abend teils fast vergessener Schlager bediente, konnte - und wollte - er an mancher Textadaption nicht vorbei. Und so schlichen sich in Welthits wie "Zuckerpuppe", Kalkutta" oder "Dankeschön" immer wieder satirische Zeilen ein, die den Zeitgeist genau treffen. Dabei machte er auch vor dem Willen längst Verblichener nicht halt: Bruno Balz, zum Beispiel. Der deutsche Komponist und Texter der Zwischen- und Nachkriegszeit lies testamentarisch festhalten, dass seine Texte von niemandem verändert werden dürfen. Von niemandem, außer von Rainhard Fendrich, der von Balz' Nachlassverwalter das Weltexklusivrecht zur Textänderung des Welthits "Die Beine von Dolores" erhielt. Neben diesem waren noch Schlager wie "Ganz in Weiß", "Lady Sunshine, Mister Moon" oder "Bist du einsam heut Nacht" ("Are You Lonesome Tonight"), aber auch Österreichisches wie der "G'schupfte Ferdl" zu hören.

Die Wiederbelebung der Musikshow im ORF
"Das schönste am Saitensprung ist der Anlauf", weiß Rainhard Fendrich, auch wenn der Anlauf bei dieser Produktion ein knapp bemessener war. In nur sieben Wochen wurde aus der Fendrich-Idee ein Konzept der Produktionsfirma Interspot Film und in weiterer Folge eine gemeinsame ORF-Produktion, die an zwei Tagen im Wiener Ronacher aufgezeichnet wurde. Die amüsanten "Punchlines" - die Moderationen zwischen den einzelnen Liedern - stammen aus der spitzen Feder von "Willkommen Österreich"-Moderator und Autor Dieter Chmelar. Mit insgesamt 13 Kameras - davon eine Krankamera - setzte ORF-Regisseur Kurt Pongratz den swingenden Fendrich perfekt in Szene. Der ORF plant die Ausstrahlung der 90-minütigen Zusammenfassung des Abends für Dezember 2002.

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