WESTENTHALER: Aktuelle Stunde: SPÖ muß ohne Tor heimfahren

Dichtes System des roten Postenschachers - SPÖ will sich rächen - FPÖ macht bei sozialistischer Postenpackelei nicht mit

Wien, 2002-06-12 (fpd) - "Die Aktuelle Stunde der SPÖ verläuft so ähnlich wie die Teilnahme der Franzosen bei der Fußball-WM:
hochambitioniert angefangen und ohne Tor heimgefahren." Mit diesem treffenden Bonmot leitete FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler seine heutige Rede im Plenum des österreichischen Nationalrats ein, die er zu einer gründlichen Kritik an der SPÖ und deren Vorsitzendem Gusenbauer nützte. ****

Dreißig Jahre lang habe die SPÖ in diesem Land ein dichtes System des roten Postenschachers vorangetrieben. Westenthaler nannte als Beispiele die ÖIAG, die ÖBB, die staatsnahen Betriebe, die AUA - "es wurde schön besetzt nach ihrem parteipolitischem Muster". Und jetzt kritisiere die SPÖ, wenn in der Pensionsversicherungsanstalt ein Freiheitlicher, der durch ein Qualifizierungsverfahren gegangen sei, der sich rechtmäßig beworben habe, der von einem unabhängigen Personalberatungsbüro ausgewählt worden sei, stellvertretender Generaldirektor werde.

Der Vertreter der SPÖ sei dort jahrelang ohne Qualifikation mit einem Sondervertrag gesessen und sei nicht mehr zum Zug gekommen. "Deshalb rächen Sie sich jetzt am Herrn Gaugg", offenbarte Westenthaler die wahren Beweggründe der SPÖ. Auch die Behauptung Gusenbauers, daß Gaugg 200.000 Euro verdiene, widerlegte der freiheitliche Klubobmann:
"Hier ist Gauggs Lohnzettel für Juni: 2.069,87 Euro. Ihr sozialistischer Stellvertreter hingegen hat 10.000 Euro abkassiert mit seinem Sondervertrag plus achtzig Prozent Pensionsbezug plus Dienstwagen plus Chauffeur."

Gestern habe der Zentralsekretär der Metallergewerkschaft Haas die Bevölkerung im Radio angelogen, indem er behauptete, daß alles aufgebläht werde und es mehr Direktoren gäbe. "In Wirklichkeit wissen wir: es gibt nur mehr einen Direktor nach der Zusammenlegung, nur mehr einen Stellvertreter, und wir sparen sechs Bereichsdirektoren ein", stellte Westenthaler richtig. Am 17.5.2002 habe dieser Herr Haas ein Gespräch mit dem freiheitlichen Abgeordneten Graf geführt, und zwar im Hauptquartier der Metallergewerkschaft. Dort habe er Graf das unmoralische Angebot gemacht, bei einer Wiederwahl des sozialistischen Stellvertreters Freitag durch die FPÖ Gaugg zum Direktor der Landesdirektion Kärnten zu machen. "Das ist ein absoluter Skandal. Wir haben dieses unmoralische Angebot sofort abgelehnt. Bei ihrer Postenpackelei spielen wir nämlich nicht mit!"

Was die SPÖ heute betreibe, sei ein reines Ablenkungsmanöver, weil sie mit ihrem Parteivorsitzenden ein Personalproblem habe. Westenthaler zitierte einige Aussagen prominenter SPÖ-Funktionäre über Gusenbauer: "Ein wandelnder Kühlschrank - ein Parteivorsitzender ohne Charisma - in der SPÖ zählt Freundschaft nichts mehr - ein Parteivorsitzender, der gerade Mal zum Parteisekretär taugt und nächstes Mal nur im Team antreten darf, aber übernächstes Mal gar nicht mehr kandidieren darf." Wer soviel Butter am Kopf habe wie Gusenbauer, solle sich nicht an die Sonne begeben. Dann rinne die Butter des Postenschachers nämlich herunter. (Schluß)

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