Alte Schmiede: Vorliterarische Notizen von Zalto und Rizy

Wien, (OTS) Flüchtige Beobachtungen, erste Gedanken, literarisches Rohmaterial: Nicht erst durch das jüngst erschienene Werk von Karl Markus Gauß "Mit mir, ohne mich. Ein Journal" feiert das literarische Notizbuch derzeit eine kleine Renaissance. Kommenden Freitag stellt Markus Hildebrand in der Alten Schmiede zwei weitere Texte - beide im Verlag "Bibliothek der Provinz" erschienen- dieses Genres vor: Franz Zaltos Tatsachenbericht in Tagebuchform "Wäre Franz ein Fluss, müsste er pausenlos entspringen" und Helmut Rizys Roman "Andreas Kiesewetters Arbeitsjournal".

Bei Rizy handelt es sich um den verzweifelten Versuch eines Autors seinem Erstlingswerk, welches unverhofft zum Bestseller wurde, einen ebenso erfolgreichen zweiten Roman nachzureichen. Ein Unternehmen, welches schlussendlich misslingt: Sein Vorhaben eine literarisch annehmbare Skandalchronik des Heimatortes zu erschreiben, zerschellt ebenso an den zu hohen Erwartungen des Autors wie auch an einem Zuviel an Alkohol.

Bei Franz Zaltos Text wird der Anspruch einen Roman verfassen zu wollen, gar nicht mehr erhoben. Der assoziativ-interessant zu lesende Text, gegossen in Form eines Tagesbuches, handelt um die Figur des "Franz", der in einem nicht näher benannten Dorf seine Tage nicht nur verbringt, sondern zugleich literarisch zu verarbeiten versucht.

Rizy, Jahrgang 1943, arbeitet und lebt in Wien als Journalist. Zu seinen letzten Werken zählen die Romane "Roman einer Gegend" (1995) und "Schweigegeld" (1997). Der 1955 in Linz geborene Franz Zalto lebt heute im Burgenland.

o Termin: Freitag, der 14. Juni 2002

Ort: Alte Schmiede (1., Schönlaterngasse 9)
Beginn: 19.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Allgemeine Informationen:
o Alte Schmiede: http://www.alte-schmiede.at/
(Schluss) hch

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