Gamsgrubenweg am Glockner wird steinschlagsicher und soll noch im Herbst fertiggestellt sein

LH Haider und LR Wurmitzer gaben Startschuss für das Bauvorhaben mit 5 Tunnels - Kosten rund zwei Millionen Euro - Mehr als ein Tunnelbau: Ein "Symbol" der Kooperation verschiedenster Partner

Klagenfurt (LPD) - Der Gamsgrubenweg, ein einzigartiger
Panoramaweg im Glocknermassiv nächst der Franz-Josefs-Höhe, wird saniert und soll bis Herbst fertiggestellt sein. Jedenfalls soll der Weg, der seit 1999 wegen Steinschlages und ständiger Felsturzgefahren gesperrt ist, ab nächster Saison wieder den Besuchern und Wanderern zur Verfügung stehen. Landeshauptmann Jörg Haider hat am Dienstag im Beisein von Nationalparkreferent Landesrat Georg Wurmitzer und Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) - Generaldirektor Christian Heu den ersten Sprengschuss im Stollen am Beginn des Weges bei der Franz-Josefs-Höhe gezündet.

Ein enorm wichtiges Projekt, unterstrich der Landeshauptmann und zeigte sich über das Zustandekommen erfreut. Nun werde der Glockner in seiner ganzen Pracht auch aus der Perspektive jener, die den Panoramaweg gehen und nicht den Gipfel stürmen wollen oder können, wieder erlebbar sein. Die ganze Region werde davon profitieren, sagte der Landeshauptmann und wies auf die geplante Landesausstellung zum Thema Wasser hin, die hier nächstes bzw. übernächstes Jahr beginnen werde. Er dankte GROHAG-Generaldirektor Heu für seine großen Bemühungen.

Mit fünf Tunnelbauten mit einer Gesamtlänge von 850 Metern wird ein 1 Kilometer langes Teilstück des insgesamt 2,6 km langen Weges -unter größter Schonung der Natur - gesichert. Die Baukosten wurden mit zwei Millionen Euro angegeben, wobei nach einem vereinbarten Schlüssel die GROHAG für die Hälfte der Kosten aufkommen wird und das Land weitere 35 Prozent sowie der ÖAV die restlichen 15 Prozent finanzieren sollen.

Nationalparkreferent LR Wurmitzer unterstrich ebenfalls das denkwürdige Ereignis des Beginns der Wegsicherung, wofür es lange gebraucht habe. Der Weg, ein wahres Kleinod im Nationalpark, werde Tausenden Menschen die einmalige Bergwelt erschließen und ihnen Freude bereiten. Ausserdem werden durch ihn die Alpenvereinsschutzhütten Hofmannshütte und Oberwalderhütte wieder normal erreichbar. Wurmitzer regte an, dass in
den Tunnels ein Teil der Kristallwelt von Swarovski präsentiert und damit den Wanderern eine zusätzliche Attraktion geboten werden könnte. Die Swarovski-Beobachtungswarte befindet sich übrigens oberhalb der Franz-Josefs-Höhe.

Heu sprach die große Symbolik an, die in der Wiederherstellung des Gamsgrubenweges liege. Unterschiedlichste Interessen wie Naturschutz und Tourismus und verschiedenste Partner seien hier gefordert, zusammenzuarbeiten. Heu sieht im symbolträchtigen Projekt des Gamsgrubenweges einen ersten Schritt für weitere Erneuerungen auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Im Zusammenhang mit den fünf Tunnels, die in diesem steinschlaggefährdeten Gebiet errichtet werden, sind an die 60 Naturschutzauflagen zu erfüllen, so Heu. Mit dem Alpenverein werden hinsichtlich der endgültigen Abklärung der Finanzierung noch Gespräche geführt. Heu dankte insbesondere den Bemühungen von LH Haider und LR Wurmitzer am Zustandekommen des Bauvorhabens.

Als Tunnelpatin fungierte Ingeborg Rupitsch. An der Anschlagsfeier nahmen auch die Bürgermeister von Heiligenblut und Großkirchheim Josef Schachner und Peter Suntinger, Nationalparkdirektor Peter Rupitsch, Heiligenbluter Bergführer sowie die Mineure unter Bauleiter Raimund Orsario (Firma Alpine Mayreder) teil. Ein Team von insgesamt zwanzig Mineuren werden Tag und Nacht im Arbeitseinsatz stehen, um den Gamsgrubenweg wiederherzustellen und gegen Steinschlag abzusichern. Pfarrer Ernst Kabasser nahm eine Feier vor und segnete eine Barbara-Statue. Der Glockner zeigte sich in seiner vollen Pracht - bei Kaiserwetter.(Schluss)

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