Villacher Frauenarzt-Skandal: LHStv. Ambrozy präsentiert Maßnahmenpaket

Expertenkommission beschließt Sofortmaßnahmen

Klagenfurt (LPD) - Eine Expertenkommission bestehend aus
Vertretern der Kärntner Landesregierung, der Ärztekammer, der Sozialversicherungsträger und der Ärzteschaft hat im Zusammenhang mit dem Skandal um einen Villacher Frauenarzt eine Reihe von Sofortmaßnahmen beschlossen, die heute von Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Konkret wird sämtlichen Patientinnen des unter Verdacht stehenden Mediziners in einem gemeinsamen Brief des Landes Kärnten, der Ärztekammer und der Krankenkassen zu einer Krebsvorsorgeuntersuchung geraten werden. Die Krankenkassen ihrerseits haben sich bereit erklärt, ihre Abrechnungsdaten zusammen zu führen, sodass eine vergleichende Kontrolle der Befundabrechnungen und Abstrichabnahmen möglich wird. Die gemeinsame Projektstudie der Ärztekammer und des Landes Kärnten (Cervixkarzinome in Kärnten), bei der das Fehlverhalten des Villacher Frauenarztes aufgeflogen war, wird laut Ambrozy ausgeweitet. Darüber hinaus wird in Villach eine Planstelle für einen Frauenarzt sofort ausgeschrieben.

Der Präsident der Kärntner Ärztekammer und Vorsitzende der Expertenkommission, Dr. Othmar Haas, bezeichnete die Arbeit der Kommission als konstruktiv und kündigte an, die Öffentlichkeit über weitere Ergebnisse am Laufenden zu halten. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Landespressedienst
Tel.: (0463) 536-2852
http://www.ktn.gv.at/index.html

Kärntner Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL/NKL