Causa Gaugg: Bures übt scharfe Kritik an Haupt und Riess-Passer

"Gaugg will völlig überzogenes Gehalt 'erpressen'" - Riess-Passer kann sich in FPÖ nicht durchsetzen

Wien (SK) Scharf kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures Sozialminister Haupt, der am Dienstag Verständnis für die Gagenforderung des stv. Generaldirektors der PVA, FPÖ-Abgeordneten Gaugg, geäußert hatte. "Der Privilegienritter Gaugg will sich bar jeder Leistung und Qualifikation ein völlig überzogenes Gehalt in der astronomischen Höhe von 200.000 Euro 'erpressen' und - wie von Riess-Passer großspurig angekündigt - auf sein Mandat nicht verzichten", so Bures. Der Sozialminister "bestärkt" Gaugg auch noch in seiner völlig abgehobenen Haltung "und hält ihm offensichtlich die Stange", kritisierte Bures am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Zudem habe Haupt auch in der Frage des Nationalratsmandats von Gaugg klare Worte vermissen lassen, sagte Bures. ****

"Offensichtlich kann sich die erneut frisch gewählte FPÖ-Vorsitzende Riess-Passer in der eigenen Partei nicht durchsetzen", stellte Bures fest, "und hat es in ihrer Hilflosigkeit offenbar notwendig, in der Causa Gaugg auf Anlassgesetzgebung zurückzugreifen". "Bezeichnend" für den Stellenwert der mit einer sogenannten "Generalvollmacht" ausgezeichneten FPÖ-Vorsitzenden sei in dieser Angelegenheit auch, dass FPÖ-Altparteiobmann Haider postwendend darauf aufmerksam macht, dass Gaugg nur freiwillig auf sein Mandat verzichten könne.

"Riess-Passers Versuch, nach dem heutigen Ministerrat mit haltlosen Untergriffen gegen die Sozialpartner, von ihrer FPÖ-internen Privilegien-Misere abzulenken, ist jedenfalls kläglich gescheitert", so Bures. "Dass es Riess-Passer nicht ungelegen käme, wenn sie sämtliche Sozialpartnervertreter aus dem Parlament entfernen könnte, verwundert aber weiter nicht: Denn die Freiheitlichen haben bereits unzählige Male zum Ausdruck gebracht, dass ihnen die Sozialpartnerschaft ein Dorn im Auge ist", unterstrich die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. (Schluss) hm

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