Innovativer, ökologischer Strom: Erfolgreiches Pilotprojekt mit neuem Kraftwerkstyp

Wien (OTS) - Im Herbst 2001 wurde in Güssing erstmals ein Pilotprojekt gestartet: ein Biomasse-Kraftwerk mit revolutionärer Technik, das jetzt erfolgreich Strom produziert.

Das Kompetenznetzwerk RENET (Renewable Energy Network Austria) wurde von Austrian Energy, Wissenschaftlern der TU Wien, EVN, Güssinger Fernwärme und Jenbacher gegründet, um dieses Projekt von der Idee bis zum fertigen Produkt zu realisieren. Die Inbetriebnahme erfolgte am 21.9.2001, nach einem zweijährigen Versuchs- und Optimierungsprozess soll das Kraftwerk dann kommerziell genutzt werden. "Unser Pilotprojekt hat sich äußerst positiv entwickelt", freut sich Univ. Prof. Dr. Hermann Hofbauer, Sprecher und wissenschaftlicher Leiter von RENET Austria, "bereits im Jänner erfolgte der erste kontinuierliche Betrieb über 300 Stunden. Nach umfangreichen Messungen der Gasqualität konnte dann im März der Gasmotor in Betrieb genommen werden."

Innovative Technik für nachhaltige Energiegewinnung

Austrian Energy und die TU Wien haben in den letzten zehn Jahren die neuartige Technologie - basierend auf dem Verfahren der Wirbelschicht-Dampf-Vergasung - entwickelt und damit europaweite Maßstäbe gesetzt. Als Brennstoff kommt der nachwachsende Rohstoff Holz zum Einsatz. "Das neuartige an der in Güssing eingesetzten Technik ist, dass Holz mit Wasserdampf bei ca. 800 Grad C in ein hochwertiges Gas übergeführt, also veredelt wird. Dieses hochwertige Gas wird gereinigt und kann in einem Gasmotor, der mit einem Generator gekoppelt ist, Strom und Wärme erzeugen." erklärt Hofbauer das technologische Grundprinzip. Die Gasmotorenanlage stammt vom Jenbacher, dem Spezialisten für Gasmotoren.

Umweltbewusstsein mit großer wirtschaftlicher Bedeutung

Das Kraftwerk verwendet nicht nur den ökologisch wertvollen Brennstoff Holz zur Energiegewinnung, es erfüllt die Emissionsvorgaben und ist in der Lage, abwasserfrei zu arbeiten. Jährlich können Tausende Tonnen klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden. Gleichzeitig sorgt das Projekt für wichtige wirtschaftliche Impulse in der Region: Direkt und indirekt sind mehr als 250 Arbeitsplätze entstanden, im Vollbetrieb können 1,8 Mio EURO pro Jahr an regionaler Wertschöpfung erwirtschaftet werden.

Rückfragen & Kontakt:

Univ.Prof. Dr. Hermann Hofbauer
Sprecher und wiss. Leiter RENET Austria, TU Wien
Tel. 01/58801-15970

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/NEF/OTS