Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien für Christine de Grancy

Wien, (OTS) Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny eröffnete am Montag die Fotoausstellung "Christine de Grancy. An Ort und Stelle" in der Fotogalerie "Westlicht". Im Rahmen dieser Ausstellung überreichte er das "Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien" an Christine de Grancy. Die Laudatio hielt Andre Heller, langjähriger Freund der Fotokünstlerin.****

Christine de Grancy sei eine Geschichtenerzählerin, so Mailath-Pokorny bei der Verleihung der Auszeichnung, sie erzähle Geschichten von fernen Völkern und fernen Kulturkreisen, von den Menschen, deren Alltag und Lebensgewohnheiten. "Sie ist eine Ethnologien, die die Menschen und deren Lebensumstände mit der Kamera erforscht".

Ihr langjähriger Freund Andre Heller bezeichnete Christine de Grancy als "Augnerin" wegen Ihrer Wahrnehmungsfähigkeit, Ihrer Genauigkeit und der kostbaren Art des Schauens.

Christine de Grancy wurde 1942 in Brünn geboren. In Graz erhielt sie an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung in Keramik, Töpferei und Gebrauchsgraphik. Seit 1963 ist sie in Wien vorwiegend als Graphikerin und Art-Direktorin in Werbeagenturen tätig. 1965 begann sie sich mit Fotografie zu beschäftigen. 1972 lernte sie Andre Heller kennen; diese Begegnung führte fortan zu einer engen Freundschaft und fotografischen Zusammenarbeit. Auch ausführliche Reisen, etwa nach Griechenland, Russland, Japan, Algerien, Türkei - Kurdistan, Georgien und Niger, gaben Anstöße für künstlerische Arbeiten, die sie in Bildbänden veröffentlichte. Christine de Grancy zählt zu den besten 100 Fotografinnen der Welt. Ihre Fotos werden auf der ganzen Welt gezeigt, u. a. in Paris, New York, Tokio, Beirut. "Wolga-Welten", ihre letzte große "Reportage", wurde zuletzt im Museum Moderner Kunst in Passau, bei der Biennale in Turin sowie in Mailand gezeigt. Sie arbeitet regelmäßig mit österreichischen Schriftsteller/innen zusammen, unter ihnen Andre Heller, Erika Pluhar, Barbara Frischmuth, Gerhard Roth.

Zu ihren bekanntesten Veröffentlichungen zählen "Die Sahrouis -Söhne und Töchter der Wolken - von der stillen Revolution der Polisario" (1987), "Erlebnis sanfte Geburt" (1994), "Hallodris und Heilige, Engel und Lemuren - Figuren auf den Dächern Wiens" (1994) und "Die Tuareg - Frauenbilder aus der Sahara", Ausstellungskatalog (1999). (Schluss) rar

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