Rolle der Prävention und Unfallverhütung stärken

Pro Jahr Ausgaben in Höhe von über 1 Milliarde Euro

Wien (OTS) - Im Jahr 1992 wurde den sozialen Krankenversicherungen per Gesetz die Aufgabe übertragen, Gesundheitsförderung in ihren Leistungskatalog zu übernehmen. Seither wurde der Stellenwert der Gesundheitsvorsorge und Prävention maßgeblich aufgewertet. Im Jahr 2000 hat die Sozialversicherung für Leistungen und Maßnahmen im Bereich Primär- Sekundär- und Tertiärprävention (Rehabilitation) insgesamt mehr als 1 Milliarde Euro aufgewendet. 565 Millionen Euro entfallen davon auf Maßnahmen der sozialen Krankenversicherung, der Rest verteilt sich auf Maßnahmen der Pensions- und Unfallversicherung.

Die Gesundheitsförderung richtet sich verstärkt auf die Unterstützung von Fähigkeiten und Möglichkeiten des einzelnen Gesunden oder Kranken. Sie umfasst die für die Gesundheit zuträgliche Gestaltung der Lebensbedingungen und betrifft somit über das Gesundheitswesen hinaus auch andere Politikbereiche, wie z. B. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Daher richten sich gesundheitsfördernde Maßnahmen auf die Lebensbereiche, in denen die Menschen den größten Teil ihrer Zeit verbringen und die von ihrer Struktur her die Gesundheit aller Beteiligten maßgeblich beeinflussen. In den vergangenen Jahren wurden in der Sozialversicherung zahlreiche Netzwerke mit anderen Institutionen oder privaten Vereinen aufgebaut (z.B. betriebliche Gesundheitsförderung). Dr. Josef Probst, Mitglied der Geschäftsführung im Hauptverband der Sozialversicherunsträger: "Ziel ist, durch die aktive Beteiligung der Betroffenen deren Expertise für die Gesundheitsfragen vor Ort zu nutzen und ihre Handlungsfähigkeit für die Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebensbedingungen zu stärken"

Die prioritären Themen für die Sozialversicherung sind in der nächsten Zeit weiterhin:

Unfallverhütung
Zahngesundheitsförderung
Rauchen
Bewegung/Wirbelsäule
Stress und Ernährung.

Ganz am Anfang stehen wir in Österreich erst mit dem Thema präventives Disease und Case Management bei Diabetes Mellitus.

Gerade die Kleinsten bedürfen in besonderem Maße des Schutzes der Gesellschaft und einer einfühlsamen Anleitung zum Umgang mit den eigenen Fähigkeiten und ihrer Neugier beim Entdecken der Umwelt. Es gilt daher einerseits für ein möglichst "sicheres" Umfeld für unsere Kinder zu sorgen und andererseits bei den Kindern selbst frühzeitig damit zu beginnen, Grundlagen für ein eigenständiges Gefahren- und Selbstbewusstsein zu schaffen. "Uns liegt vor allem daran, nach Möglichkeit zu verhindern, dass es überhaupt zu einem solchen "Unfall" kommt, so Dr. Josef Probst.

Leider nimmt die Zahl der Ertrinkungsunfälle bei Kindern zu. Neben dem Verkehrsunfall ist das Ertrinken in Österreich die häufigste tödliche Unfallursache. Auf jeden tödlichen Ertrinkungsunfall kommen rund 4 Unfälle, die einer stationären Behandlung bedürfen und die zumeist mit geistigen Behinderungen einhergehen. Dem Hauptverband ist es gerade zu Beginn der Badesaison ein besonderes Anliegen, Eltern darauf aufmerksam zu machen, ihre Kinder - und speziell Kleinkinder -während des Badevergnügens nicht aus den Augen zu lassen.

Aus diesem Grund startet der Hauptverband gemeinsam mit dem österreichischen Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter "Grosse schützen Kleine" und dem Arbeiter-Samariterbund Österreichs die Aktion "Spaß im Nass, aber sicher!". Informationsfolder sind bei allen Krankenversicherungsträgern erhältlich.

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
dieter.holzweber@hvb.sozvers.at
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