Leginellen im EU-Parlament: Kronberger fordert Aufklärung

Wien, 2002-11-06 (fpd) - Durch die aktuelle Legionellenverseuchung im Straßburger EU-Parlament sieht sich EU-Parlamentarier Hans Kronberger in seiner massiven Kritik an dem "Unfug" eines Doppelstandortes des Europäischen Parlamentes erneut bestätigt. *****

Kronberger: "Der Unfug einen sündteuren Zweitsitz des Europäischen Parlamentes in Straßburg zu führen stellt jetzt auch noch eine Gefahr für die Gesundheit dar." Da das Straßburger EU-Parlament nur an vier Tagen im Monat genutzt wird, verbreiteten sich Legionellen durch das lange Leerstehen der Warmwasser- und Heizanlagen im Parlamentsgebäude.

"Die Gefahren einer Legionellen-Verseuchung ist nicht zu unterschätzen, denn hohes Fieber und Lungeninfektion sind die Folge. Viele Abgeordneten und Mitarbeiter sind verunsichert über die tatsächliche Gefahr und die Sicherheitsmaßnahmen, die unternommen wurden." Derzeit sei die Warmwasserzufuhr im gesamten Gebäude abgedreht, kaltes Wasser rinne weiterhin durch die Leitungen.

"Hier geht es nicht nur um die Gesundheit der Abgeordneten, die theoretisch fernbleiben können, sondern auch um die Gesundheit der Mitarbeiter".
Als besonders obskur bezeichnet Kronberger die Tatsache, das ausgerechnet die Straßburger Bürgermeisterin, Fabienne Keller, die Garantie für die Sicherheit abgebe.
"Schon im vergangen Jahr kam es zu einer Salmonellen-Verseuchung. Es richt schwer nach Vertuschung, denn erst jetzt sind wir darüber informiert worden."

"Die aktuelle Krise muß zum Anlaß genommen werden, eine Beschleunigung zu einem einheitlichen Standort des Europäischen Parlamentes im Interesse des europäischen Steuerzahlers sowie der Gesundheit der Mitarbeiter und Abgeordneten voranzutreiben", schloß Kronberger.
(Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC