Maier: Nächster Personalskandal durch Innenminister Strasser

Strasser killt Ausbildungsplätze für Lehrlinge im BMI

Wien (SK) "Im Innenministerium jagt ein Skandal den anderen:
Nach den brutalen parteipolitischen Säuberungsaktionen, den Versetzungen und Absetzungen ohne Rücksicht auf Qualifikation, werden nun auch die Ausbildungsplätze für junge Menschen gestrichen", schlug SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Dienstag Alarm. Ab Herbst werden im Innenministerium keine neuen Lehrlinge mehr eingestellt; all jene, die heuer ihre Ausbildung beenden, werden auf die Straße gesetzt. Allein im Bereich des Innenministeriums sind davon 90 junge Menschen betroffen, davon sind zwei Drittel Mädchen. "Das ist untragbar", so Maier gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, "ich fordere den Erhalt der Ausbildungsplätze in den Ministerien in vollem Umfang". Die bereits in Ausbildung stehenden Jugendlichen müssten wie bisher nach der Behaltefrist in den Dienst übernommen werden. Das Schreiben des Innenministers an die betroffenen Jugendlichen, wonach sie sich doch einen Job in der Privatwirtschaft suchen sollen, bezeichnete Maier als "zynisch", da für das AMS diese Verwaltungsassistenten für die Privatwirtschaft nicht vermittelbar sind. ****

"Die Situation am Arbeitsmarkt ist gerade für Jugendliche dramatisch", erklärte Maier. 36.185 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Mai arbeitslos. In der Altersgruppe der 19-bis 24-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit sogar um 28 Prozent gestiegen. Derzeit suchen 3.400 junge Menschen eine Lehrstelle - ein Drittel mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen um sechs Prozent zurückgegangen. "Nicht nur, dass die Regierung der steigenden Arbeitslosigkeit hilf- und tatenlos gegenübersteht, nun verschärft sie diese Situation auch noch aktiv -durch die Streichung der Ausbildung zum VerwaltungsassistentInnen im öffentlichen Dienst", kritisierte der SPÖ-Abgeordnete.

Aufgrund des von der Regierung betriebenen brutalen Personalabbaus und der Nicht-Nachbesetzung von frei werdenden Planstellen, befürchtet Maier, dass es auch in den anderen Ressorts, wo Verwaltungsassistenten ausgebildet werden, zur selben Situation kommt: "Es ist zu befürchten, dass ab Herbst hunderte junge Menschen auf der Straße stehen." Für Maier ist die für den öffentlichen Dienst zuständige Vizekanzlerin Riess-Passer dringend gefordert. "Riess-Passer muss dafür sorgen, dass kein einziger Jugendlicher auf die Straße gesetzt wird und die Möglichkeit der Ausbildung zum Verwaltungsassistenten auch in Zukunft gegeben ist", erklärte Maier abschließend. (Schluss) se

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