Zilk-Appell für "Haus der Österreichischen Geschichte"

Wien, (OTS) Altbürgermeister Dr. Helmut Zilk richtete am Dienstag in einem Pressegespräch als Vorsitzender des Proponentenkomitees für ein "Haus der Österreichischen Geschichte" im Palais Epstein einen Appell an die Öffentlichkeit, alles zu tun, um dieser Idee zur Verwirklichung zu verhelfen. Insbesondere müsse die Parlamentspräsidiale den Beschluss zurücknehmen, das Palais Epstein für die Errichtung von Büros zu verwenden. Gemeinsam mit Zilk wiesen der Vorstandsvorsitzende der "Wiener Städtischen" Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch, Univ.-Prof. Dr. Erika Weinzierl, Leon Zelmann und der Wiener Restitutionsbeauftragte Dr. Kurt Scholz auf die Bedeutung eines Hauses der Österreichischen Geschichte und die besondere Eignung des Palais Epstein als Ort einer derartigen Einrichtung hin. Auch Bürgermeister Dr. Michael Häupl unterstütze diese für Wien so wichtige Idee.****

Österreich brauche ein derartiges Haus als Ort der Begegnung, der Erinnerung und der Auseinandersetzung mit der Geschichte. Gerade das bevorstehende 60-Jahre-Jubiläum der Zweiten Republik sowie das 50-Jahre-Jubiläum von Staatsvertrag und Neutralität würden ein deutliches Zeichen der bewussten Identifikation mit dem heutigen Österreich und seiner Geschichte verlangen. In Wien, in einer Stadt, in der es so viele Museen gebe, sei gerade auch ein derartiger Ort, eine Art "Begehbares Österreich I und Österreich II", so Zilk, notwendig, um der Bevölkerung, im Besonderen der Jugend, einen Zugang zur Entwicklung des heutigen Staates Österreich, aber auch zu wechselvollen und durch viele Jahre auch unheilvollen Vorgeschichte dieses Staates zu schaffen. Das Palais Epstein biete sich dafür wie kaum ein anderes Gebäude an. Am Dr. Karl-Renner-Ring in unmittelbarer Nähe von Parlament, Justizpalast und Heldenplatz liegend, in den Wiener Museumsbezirk eingebunden, von einer nobilitierten jüdischen Familie in Auftrag gegeben und unter der Bauaufsicht von Otto Wagner geschaffen, habe dieses Gebäude darüber hinaus eine Geschichte aufzuweisen, in der sich auch Österreich I und Österreich II spiegelbildlich wieder fänden.

Für die Parlamentsbüros gebe es sicher rund um das Parlament Alternativen, für das Haus der Österreichischen Geschichte sei jedoch das Palais Epstein wie kein Zweites geschaffen. (Schluss) gab

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