FSG-Bachner: Schluss mit der unwürdigen "Gauggelei"

Empörung über die Gehaltsvorstellungen von Gaugg

Wien (FSG). "Nur weil Riess-Passer sich parteiintern nicht durchsetzen kann, braucht es noch lange kein neues Unvereinbarkeitsgesetz", kommentiert die Bundessekretärin der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB, Roswitha Bachner, den jüngsten Vorstoss der Vizekanzlerin. Als empörend findet Bachner die Gehaltsforderungen von Gaugg selbst.++++

"Beim Postenschachern und Abkassieren kennen die Funktionäre der FPÖ, die inzwischen für 'Freizügigste Postenschacherer Österreichs' steht, keine Zurückhaltung. Dass der Abgeordnete Gaugg für den ihm zugeschanzten Posten gleich 200.000 Euro verlangt, kann nicht mit Realitätsverlust erklärt werden. Das ist schlichtes Abkassieren", stellt Bachner fest.

Dass die Vizekanzlerin plötzlich ein neues Unvereinbarkeitsgesetz fordert sei ein simples Ablenkungsmanöver vom ungeklärten Fall Gaugg. Bachner: "Wenn Gaugg für die FPÖ im Nationalrat nicht mehr tragbar ist, dann soll die FPÖ das parteiintern regeln."

Was die Unvereinbarkeit betreffe stelle sich, so die FSG-Bundessekretärin, die Frage ob Riess-Passers Posten als Parteiobfrau mit jenem als Vizekanzlerin vereinbar sei. Bachner:
"Aber da gibt es ja in der FPÖ noch viele andere Problemfälle. Etwa Prinzhorn als Konzernherr und Funktionär der Industriellenvereinigung, Gesundheitsprecher Pumberger als Gemeindearzt oder Ofner als Anwalt."

Bachner verlangt von der FPÖ, endlich Schluss zu machen mit dieser unerträglichen "Gauggelei". Den neuen stellvertretenden Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt fordert die FSG-Bundessekretärin auf, sich mit der im Gehaltsschema vorgesehen Bezahlung zufrieden zu geben oder den zugeschanzten Posten gleich wieder aufzugeben.

FSG, 11. Juni 2002 Nr. 54

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