Ausstellung "Entartete Kunst"

Wien, (OTS) Vor 65 Jahren wurde im Hofgartengebäude in München die Ausstellung "Entartete Kunst" eröffnet. Aus diesem Anlass zeigt die Volkshochschule Hietzing ab Freitag, dem 14. Juni die von Werner Lang zusammengestellte Schau. "Es geht hier nicht in erster Linie um Kunst, sondern um Unmenschlichkeit. Genauer gesagt, dass vor jeder Menschenvernichtung ihre Deformierung stattfinden muss, damit man Menschen auch öffentlich erschlagen kann", umreißt der Ausstellungsgestalter die Dokumentation, die auf dem 1937 erstellten "Ausstellungsführer" basiert. In neun Gruppen werden in "schlagkräftigen" Sätzen - assistiert von Bildbeispielen - die Gründe zusammengefasst, die zur Verfemung und zum Ausschluss der Kunst aus den Museen geführt haben. Im einzelnen sind die abgebildeten Kunstwerke unter anderem nach folgenden Themen gegliedert: formale Deformation, Verletzung religiöser Gefühle, Aufruf zum Klassenkampf, Darstellung des Kriegsgräuels, Darstellung des moralischen Verfalls, Menschenbild ohne "arisches" Rassenideal, Verwandtschaft mit der Bildnerei Geisteskranker.

Bereits im ersten Band von "Mein Kampf" sprach Hitler von den "krankhaften Auswüchsen irrsinniger und verkommener Menschen, die wir unter dem Sammelbegriff des Kubismus und Dadaismus seit der Jahrhundertwende kennen lernten", und von der Aufgabe der Staatsleitung, zu verhindern, dass ein Volk dem geistigen Wahnsinn in die Arme getrieben wird.

Die Ausstellung in der Volkshochschule Hietzing wird am Freitag, 14. Juni um 18 Uhr eröffnet und ist bis 3. September von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 18 Uhr zu besichtigen.

Informationen unter: Tel. 804 55 24 und auf der Homepage der Volkshochschule Hietzing http://www.vhs-hietzing.at/ . (Schluss) vhs

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