KPMG begrüßt EU-Verordnung zur Anwendung der International Accounting Standards (IAS)

Größere Transparenz erleichtert es den Firmen, günstiger zu Kapital zu kommen, Information über die Veränderungen ist für den Kapitalmarkt und die Investoren von Bedeutung

Wien (OTS) - KPMG, Österreichs größte Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungs Gruppe, begrüßt den am 7. Juni 2002 erfolgten Beschluss der EU, International Accounting Standards (IAS) ab 2005 für alle börsenotierten Firmen verpflichtend vorzuschreiben.

"Diese EU-Verordnung stellt einen Meilenstein zu einer deutlichen Verbesserung der Vergleichbarkeit und der Transparenz in der Finanzberichterstattung in Europa dar," sagte Mike Rake, Chairman of KPMG International. "Es ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg dazu, weltweit mit einer Stimme zu sprechen. Wir hoffen, dass diese Entwicklung auch die Amerikanische Börsenaufsicht (SEC) ermutigt, die gegenwärtig für ausländische Unternehmen geltenden Bestimmungen, wonach in den USA für ein Listing IAS Abschlüsse an US-GAAP angepasst werden müssen, aufzuheben. Es wäre ein großer Fortschritt, würde dies auch bis 2005 geschehen."

Mark Vaessen, Leiter des KPMG IAS Advisory Services meinte dazu:
"Diese EU-Bestimmung stellt einen revolutionären Schritt auf dem Weg zu einem einheitlichen, europäischen Kapitalmarkt dar. Bisher hatte der Versuch einer Harmonisierung der Jahresabschlüsse in Europa nur geringen Erfolg. So war es sehr schwierig, zwei Unternehmen in der gleichen Branche und unterschiedlichen Ländern, z.B. in Deutschland und England, zu vergleichen. Darüber hinaus war der Grad der Transparenz der veröffentlichten Finanzinformationen von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die Vereinheitlichung von Rechnungslegungs-Standards in ganz Europa wird den Analysten und Investoren in Zukunft eine einheitliche Vergleichsbasis ermöglichen."

Mag. Helmut Kerschbaumer, KPMG Partner und Leiter des IAS-Desk Österreich meinte in einer ersten Stellungnahme: "Die Einführung von einheitlichen Rechnungslegungs-Standards in ganz Europa wird den Unternehmen eine Reihe von Vorteilen bringen. Am wichtigsten ist dabei die Möglichkeit der Kapitalbeschaffung zu niedrigeren Kosten. Viele österreichische Unternehmen befassen sich bereits seit einigen Jahre mit IAS und haben daher gegenüber Unternehmen in anderen europäischen Ländern einen erheblichen Vorsprung. Unternehmen, die sich bisher noch nicht mit IAS befassten, müssen mit einem erheblichen Aufwand rechnen. Die Umstellung betrifft weite Teile des Unternehmens und ist mehr als eine bloße Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: sie stellt eine Erneuerung der "Rechnungslegungs-Kultur" dar. Für besonders wichtig halten wir, dass IAS sorgfältig und ohne Kompromisse angewendet wird. Nur so können die Vorteile der einheitlichen Standards auch greifen."

Darüber hinaus sagte Helmut Kerschbaumer: "Eine Frage, die europaweit noch für Diskussionen sorgen wird, ist die Überlegung, ob die IAS-Standards auch nicht börsenotierte Unternehmen betreffen. In diesem Punkt wird jedes EU Mitgliedsland seine eigenen Antworten finden müssen."

"Die Unternehmen sind aufgerufen, ihre Investoren und den Kapitalmarkt rechtzeitig über die veränderte Berichterstattung und zu erwartenden Ergebnisse zu informieren und nicht bis zu dem Zeitpunkt zu warten, an dem sich die Veränderungen in der Bilanz zeigen" schloss Helmut Kerschbaumer. "Wie in jedem Veränderungsprozess wird auch bei der IAS-Umstellung eine offene Informationspolitik wesentlich zum Erfolg beitragen. Wir fordern die betreffenden Unternehmen auf, sich rechtzeitig diesen Themen zu stellen."

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