Digitales Kartensystem für mehr Sicherheit der Waldarbeiter

Kooperation zwischen Österreichischen Bundesforsten und ÖAMTC für rasche Bergung im Wald

Mit einem neuen digitalen Kartensystem sorgen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) und der ÖAMTC künftig gemeinsam für mehr Sicherheit in Österreichs Wäldern. Die Bundesforste unterstützen mit ihrem web-GIS (Geografieinformationssystem) den ÖAMTC Flugrettungsverein zur rascheren Bergung bei Unfällen.

Modernste Technologie im Dienste der Sicherheit

Das im Auftrag der Bundesforste entwickelte digitale Kartensystem web-GIS (ein internet-basierendes Geografieinformations-System) gibt exakten Aufschluss über einen großen Teil der Bundesforste-Flächen und somit über das Arbeitsgebiet der Waldarbeiter. Ein wichtiger Bestandteil des ÖBf web-GIS ist das Rettungshubschrauber-Modul, das eine Verbindung der ÖBf-Daten mit der Rettungshubschrauberstaffel herstellt. Mit Hilfe genauer Koordinatenangaben können die ÖAMTC Rettungspiloten im Notfall lebensrettende Zeit gewinnen, um möglichst effizient Einsatzorte anzufliegen. "Das Hauptproblem bei der Bergung von Arbeitsunfall-Opfern im Wald ist die Ortung des Verunglückten. Durch die Suchflüge im unwegsamen Gelände vergeht oft wertvolle Zeit. Mit dem neuen Geografieinformationssystem der Bundesforste können wir einem verunglückten ÖBf-Forstarbeiter auf schnellstem Weg notärztliche Hilfe anbieten", so Gerhard Egger, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

Partnerschaft als "logische Achse"

Die Kooperation zwischen dem größten Grundbesitzer und der größten Rettungshubschrauber-Staffel Österreichs sieht ÖBf-Vorstand Georg Erlacher als eine logische Achse für die Sicherheit der ÖBf-Mitarbeiter. "Wir streben laufend eine bessere Versorgung für unsere Waldarbeiter an. Diese Lösung gemeinsam mit dem Rettungsexperten des ÖAMTC wird vielen Menschen helfen. Wir verfügen über die nötige Technologie und das Datenmaterial, der ÖAMTC über das Know-how. Da liegt eine Zusammenarbeit auf der Hand."
Die 2001 begonnene Kooperation befindet sich derzeit in der Pilotphase. Bis Ende 2003 soll - in Zusammenarbeit mit der Software-Partnerfirma GISquadrat - bereits das gesamte ÖBf-Gebiet, das 10% der österreichischen Staatsfläche ausmacht, erfasst sein und vom ÖAMTC angeflogen werden können. Gearbeitet wird auch schon an einem erweiterten Sicherheitsmodul für "zivile Waldbesucher". Verunglückte können dann bei Hilferufen über das Handy genau geortet werden.

Sicherheitsprojekt um 2 Millionen Euro

Das Hubschraubermodul ist nur ein kleiner Teil des neuen Kartensystems der österreichischen Bundesforste. Das 2 Millionen Euro teure ÖBf web-GIS erfasst alle wesentlichen Daten der Bundesforste-Flächen wie etwa Waldbestände samt Alter der Bäume, Seen sowie der Wild- und Fischbestand.

Die Österreichische Bundesforste AG, seit 1997 aus dem Bundesbudget ausgegliedert, betreut und bewirtschaftet rund ein Zehntel der österreichischen Staatsfläche, darunter 525.000 ha Waldfläche, 82 Seen, zwei Nationalparks, zahlreiche Wasserschutz- und Naturschutzgebiete, Erholungsflächen und Immobilien.
50 % der Gesamtfläche der ÖBf AG stehen unter Naturschutz. (schluss)

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