Tancsits: Kritik an Riess - Passer wegen Angriff auf Öffentlichen Dienst

Wien, 10. Juni 2002 (ÖAAB-PD) Bei allem Verständnis für Modernisierungen, aber die ständig wiederkehrende Forderung der FPÖ nach Abschaffung der Pragmatisierung ist keine Option für den Öffentlichen Dienst, sagte heute, Montag, ÖAAB - Generalsekretär Mag. Walter Tancsits und wies die Angriffe von Vizekanzlerin Riess-Passer auf die Beamten zurück. Österreich verfüge über einen hervorragenden Öffentlichen Dienst, dessen Leistungen von der Vizekanzlerin "ständig heruntergespielt werden, um die FPÖ-Basis bei Laune zu halten", kritisierte Tancsits. ****

Über Verbesserungen nachzudenken sei zwar legitim, insgesamt betrachtet seien die Leistungen von Österreichs Beamten jedoch ausgezeichnet und es bestehe kein Grund, das gesamte System auf den Kopf zu stellen. Das österreichische Berufsbeamtentum könne als Vorbild bei den Kandidatenländern für den EU-Beitritt dienen.

"Vor allem in sensiblen Bereichen wie etwa der Exekutive zeige sich immer wieder, wie wichtig ein unabhängiges und funktionierendes Beamtentum ist", sagte Tancsits. Und hier sei Österreich vorbildhaft. Ein generelles Angestelltenrecht für Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes, wie es die Vizekanzlerin beim FPÖ-Parteitag gefordert hat, sei daher abzulehnen und stelle für den ÖAAB nichts anderes als "vorgezogene Wahlkampfrhetorik" dar.
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