Pröll und Plank: Rasche Hilfe für Hochwasseropfer

Derzeit kein Grund zur Besorgnis

St.Pölten (NLK) - Landeshauptmann Erwin Pröll und Landesrat Josef Plank haben rasche Hilfe für die vom Hochwasser Geschädigten in den Bezirken Baden, Wiener Neustadt und Neunkirchen zugesagt. Um die rasche Abwicklung zu gewährleisten, nehmen in den Gemeinden die Schadenskommissionen unverzüglich die Arbeit auf. Diese Kommissionen setzen sich aus dem Bürgermeister oder einem Stellvertreter, einem Vertreter der Opposition und einem Bausachverständigen zusammen. Sie erheben das Schadensausmaß (Privatschäden an Häusern, Feldern, Güterwegen), das dann an das Land (Landwirtschaftliche Förderungsstelle LF3) gemeldet wird. Gesondert erhoben werden Schäden an Brücken und Straßen seitens der Straßenbauabteilung.
Die Hilfe wird zu 60 Prozent aus dem Katastrophenfonds des Bundes und zu 40 Prozent aus Landesmitteln aufgebracht. Bei Hochwasser liegt die maximale Entschädigung laut Katastrophenfondsgesetz bei 20 Prozent der Gesamtschadenshöhe, in Härtefällen werden bis zu 50 Prozent an Hilfe ausbezahlt.

Das Land Niederösterreich hat für das jüngste Hochwasser zwei Millionen Euro vom Bund angefordert. Die Landesmittel für die Hochwasserhilfe werden nachträglich budgetiert. Beim katastrophalen Hochwasser 1997 wurden insgesamt 50,3 Millionen Euro an Beihilfen ausbezahlt, beim Donauhochwasser vor wenigen Wochen waren es 800.000 Euro.

Der Wasserstand der südlichen Zubringer der Donau, besonders der Flüsse Piesting, Triesting und Schwechat, sinkt nach den Überschwemmungen in der Nacht zum Freitag weiterhin: Die Donau selbst bleibt derzeit konstant auf einem hohen Mittelwasserstand. Auch alle südlichen Zuflüsse der Donau haben sich jetzt, am Montag, 10. Juni 2002, 11 Uhr, ebenfalls auf einem hohen Mittelwasserstand eingependelt. Nur der Unterlauf der Leitha und die Zubringer nördlich der Donau steigen im Moment noch leicht, auch auf Grund der Niederschläge der vergangenen Nacht. Es besteht aber derzeit kein Grund zur Besorgnis.

Der Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden hält sein Verbot, Wasser ungekocht zu trinken, für einen Teil seines Versorgungsgebietes, in dem rund 40.000 Personen leben und mit Quellwasser aus der Harras beliefert werden, weiterhin aufrecht. Spätestens am Dienstagmorgen, so schätzt der Obmann des Wasserleitungsverbandes, Vizebürgermeister Franz Gartner, wird nach weiteren zu erhebenden Befunden dieses Verbot aufgehoben. Die anderen Quellen und Brunnen dieses Verbandes haben aber reines Wasser. Die Schäden mancher Gemeinden im Triestingtal, besonders zum Beispiel Furth an der Triesting und Weissenbach an der Triesting, und der Privaten seien, so schätzte Gartner heute Vormittag, um bis zu 50 Prozent höher als beim letzten großen Hochwasser im Jahr 1997. Derzeit beschränken sich die örtlichen Feuerwehren, etwa im Triestingtal, auf Aufräumarbeiten.

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