Grüne/Maresch: DDT-Kontaminationen von Gemüseanbauflächen zeigen schwere Kontrolldefizite der Wiener Stadtverwaltung

Wiener Grüne fordern Sofortmaßnahmen und umfassenden Datenzugang für die Öffentlichkeit.

Wien (Grüne) - "Es liegt jetzt an der Umweltstadträtin, Sofortmaßnahmen zu setzen. Diese Sofortmaßnahmen müssen ein umfassendes Monitoring von Böden und Lebensmitteln, eine Sanierung der kontaminierten Böden und Maßnahmen, die den Gemüseanbau auf den hoch belasteten Böden verhindern, umfassen" meint Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen zu den heute durch Messungen von Global 2000 bekannt gewordenen immensen DDT-Belastungen im Boden von Wiener Glashäusern.

Die aktuellen Messergebnisse zeigen leider auch die Versäumnisse der Wiener Umweltpolitik. "Während für PR-Maßnahmen und den Bau einer neuen Müllverbrennungsanlage, die die WienerInnen und vor allem Simmeringer Böden zusätzlich mit schwer abbaubaren Verbindungen belasten werden, Millionen ausgegeben werden, bleibt der vorsorgende Umweltschutz und die Lebensmittelsicherheit in Wien gänzlich auf der Strecke", so der Grüne Umweltsprecher.

Vorsorgliche Messungern wurden seitens der Stadt Wien offensichtlich nicht durchgeführt. Da DDT bereits seit 1992 verboten ist und allgemein bekannt ist, dass diese Substanz kaum natürlich abgebaut wird, hätten in den letzen 10 Jahren schon längst Untersuchungen und Bodensanierungsprogramme in Wien umgesetzt werden können.

"Warum werden Schadstoffkontaminationen von Lebensmittel und Anbauflächen ausschließlich von Umweltschutzorganisationen aufgezeigt?", fragt Maresch. "Scheinbar versagt die behördliche Kontrolle in Wien völlig." Neben den Sofortmaßnahmen und Maßnahmen auf Bundesebene ist es für die Grünen auch erforderlich, dass der Öffentlichkeit alle Boden- und Lebensmittelanalysen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

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