Glawischnig: DDT-Skandal ist Alarmsignal für Umwelt- und KonsumentInnenschutz

Grüne fordern sofortiges Maßnahmenpaket

Wien (OTS) - Schockiert über die heute bekannt gewordenen Messergebnisse von Global 2000, wonach bei Bodenproben aus Wiener Gemüseglashäusern hohe Konzentrationen des verbotenen Gifts DDT gefunden wurde, zeigt sich die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Die Grünen fordern die sofortige Sanierung der belasteten Böden, ein österreichweites Monitoring-Programm und die Schließung gesetzlicher Lücken.

DDT ist seit 1992 in Österreich verboten und zählt zu den weltweit giftigsten Pflanzenschutzmitteln. "Offensichtlich wurden die Böden in den letzten zehn Jahren nicht ausgetauscht, bis dahin wurden sichtlich hohe Mengen an DDT im Wiener Glashausanbau eingesetzt", so Glawischnig. Die Grünen üben scharfe Kritik an den zuständigen Landes- und Bundesbehörden. "Es gab offenbar keine ausreichenden Untersuchungen und Kontrollen", kritisiert Glawischnig. "Anders ist nicht erklärbar, dass zehn Jahre nach dem Verbot horrende Belastungen gefunden werden, die die internationalen Grenzwerte bis zum tausendfachen überschreiten."

Die Umweltsprecherin fordert von Landwirtschaftsminister Molterer und Gesundheitsminister Haupt ein sofortiges, österreichweites Glashaus-Monitoring. "Böden und Pflanzen müssen lückenlos getestet, belastete Böden sofort ausgetauscht und strenge Grenzwerte festgelegt werden", verlangt Glawischnig. Grundlage für ein umfassende Maßnahmenpaket wäre ein bundeseinheitliches Bodenschutzgesetz. Dadurch sollen auch bestehende Gesetzeslücken (z.B. fehlende Grenzwerte für DDT) geschlossen werden. "Das derzeitige Kompetenz-Wirrwarr verunmöglicht den Schutz von KonsumentInnen und Umwelt vor Belastungen mit Giftsstoffen", so Glawischnig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 40110-6697
http://www.gruene.at
presse@gruene.at

Pressebüro der Grünen im Parlament

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/FMB