Petrovic: 2,5 Jahre blauschwarze ‚Frauenpolitik’ mehr als genug

Grüne Bundesfrauenkonferenz tagte in Salzburg

OTS (Wien)- Im Rahmen der Bundesfrauenkonferenz der Grünen, die am vergangenen Freitag und Samstag in Salzburg stattfand, gingen die Grünen Frauen mit der nicht existierenden Frauenpolitik der gegenwärtigen Bundesregierung scharf ins Gericht. "Längst vergessen geglaubte Rollenbilder haben Blau und Schwarz aus der Mottenkiste gekramt. Wir stehen am Anfang des dritten Jahrtausends und müssen Forderungen erheben, die aus dem letzten Jahrhundert sind", kritisiert Madeleine Petrovic, Frauensprechern und stv. Klubobfrau der Grünen.

"Das systematische finanzielle Ausbluten von Frauenprojekten und die Degradierung von Frauen als ‚Dazuverdienerinnen’ sind nur zwei markante Punkte dieser Back-flash-Politik. Der infame Versuch seitens der Männerabteilung von BM Haupt, Männer als Opfer von feministischer Politik darzustellen, anstatt sich mit aller Aufmerksamkeit dem immer noch riesigen Problem von Gewalt gegen Frauen zu widmen, ist ein weiteres Beispiel", so Petrovic.

Die Bundesfrauenkonferenz der Grünen widmete sich drei Themenkomplexen: zum einen der Notwendigkeit des Gender Mainstreamings in allen Politikbereichen und der praxisorientierten Umsetzung; zum zweiten einer grundsätzlichen Positionierung von Grüner Frauenpolitik angesichts zweieinhalb Jahre blauschwarzer Bundesregierung; und drittens dem inhaltlichen Schwerpunkt Prostitution und Sexarbeit und den anstehenden gesetzlichen und gesellschaftlichen Änderungen in diesem bis zum heutigen Tag tabuisierten und mit Doppelmoral besetzten Wirtschaftszweig. Ergebnisse dieser Konferenz werden in die Wahlkampfplanung und in das Wahlkampfprogramm der Grünen für die anstehende NR-Wahl selbstverständlich Eingang finden.

"Zweieinhalb Jahre Blauschwarz sind mehr als genug, nicht nur, aber insbesondere aus frauenpolitischer Sicht. Die nächsten Wahlen werden eine Veränderung der Mehrheiten und somit eine Veränderung der Frauenpolitik bringen", so Petrovic abschließend.

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