NÖ Naturschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi zur "Woche des Waldes"

An der Erhaltung des guten Zustandes unseres Waldes muss ständig gearbeitet werden, auch um die Trinkwasserreserven langfristig zu sichern

St. Pölten, (SPI) - "Zum Glück gab es in den letzten Jahrzehnten ein Umdenken im Umgang mit der Natur und damit auch im Umgang mit dem Wald", erinnert NÖ Naturschutzreferentin, LHStv. Heidemaria Onodi, anlässlich der "Woche des Waldes" vom 10 bis 16 Juni 2002 an die Bedeutung unserer "grünen Lunge". So sind 755.000 Hektar Niederösterreichs mit Wald bedeckt, was 39,4 Prozent der Gesamtfläche entspricht. Durch SO2-Immissionen, Salzschäden, Windbruch und die natürlichen Schädlinge wie Borkenkäfer oder Eichenprozessionsspinner wird der Wald aber laufend in seiner natürlichen Funktionalität gestört. "Die Waldschäden durch unsere Industriegesellschaft konnten aber durch die Katalysatorenregelung, die Reduktion der Schwefelemissionen, Entstickungs- und Entstaubungsanlagen und Waldverbesserungsmaßnahmen verringert werden", so LHStv. Onodi, trotzdem bestehe aber noch ein großer Handlungsbedarf: "Man darf nie vergessen, dass der Wald ein komplexes Ökosystem ist, in dem die einzelnen Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere zu einem komplizierten Wirkungsgefüge verknüpft sind. Starke Störungen bringen dieses System zum Kippen. Jeder Einzelne ist daher gefordert, aktiven Umweltschutz und Rücksichtnahme unserem Wald angedeihen zu lassen."****

Eng verknüpft mit dem Thema "Wald" ist auch die Trinkwasserversorgung Niederösterreichs. Die von der Bundesregierung betriebene Privatisierung der Trinkwasserversorgungsunternehmen und der parallel angelaufene Ausverkauf von Seen und Wäldern ist für die NÖ Landespolitikerin abzulehnen. LHStv. Onodi: "Wasser ist der einzige natürliche Rohstoff Österreichs, der in wirklich großer Menge und erster Güte vorhanden ist. Es muss in öffentlicher Hand und damit im Besitz aller Staatsbürger bleiben. Privatisierung würde zu einem massiven Ansteigen der Preise führen." Nach einer Privatisierung würden die neuen Besitzer nur in ihrem eigenen Interesse handeln, nicht die Versorgungsqualität und der Ausbau des Leitungsnetzes stünde im Vordergrund, sondern die Gewinne und Vermögensabschöpfungen. Reparaturen, Investitionen und Kontrolle wären nicht mehr im Zentrum unternehmerischer Überlegungen." (Schluss) fa/sk

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