Einem am BSA-Bundestag: Plädoyer für Chancengleichheit und Gerechtigkeit

Offener und ehrlicher Umgang mit der Geschichte notwendig

Wien (SK) Europa zu einer Sozialunion umbauen, Chancengleichheit und Gerechtigkeit fördern, Gewährleistung eines offenen und chancengleichen Zugangs zur Bildung - diese Herausforderungen nannte der neu gewählte Präsident des Bunds Sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen, Caspar Einem, am Samstag beim BSA-Bundestag. Für den BSA erachtet Einem einen "offenen und ehrlichen Umgang mit der Geschichte" als notwendig: "Wir müssen uns offen und öffentlich stellen und allseits deutlich machen, dass wir wissen, dass der BSA auch seine dunklen Seiten hatte. Und dass es uns betroffen macht." Für Herbst kündigte Einem eine Veranstaltung zu diesem Thema an. Beim scheidenden Präsidenten Sepp Rieder bedankte sich Einem, dass er die notwendigen Schritte zur Aufarbeitung der Vergangenheit unternommen hat, "aber wir sind immer noch am Anfang". ****

Anlässlich der 150. Wiederkehr des Geburtstages von Viktor Adler würdigte Einem Adler als einen "Akademiker, der die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse seiner Zeit nicht ertragen konnte, ohne dagegen etwas zu tun. Viktor Adler war ein Akademiker, der seine nicht zuletzt durch Bildung gewonnen Möglichkeiten eingesetzt hat, um für eine gerechtere Welt zu kämpfen, für die Überwindung des Elends und der Ausbeutung der Arbeiter."

Die Ablöse der blau-schwarzen Regierung hält Einem u.a. deswegen für notwendig, um den Sozial- und Wohlfahrtsstaat zu erhalten, einen offenen Zugang zur Bildung und die gerechte Verteilung des Einkommens zu gewährleisten, und um einen freien Raum für Kunst und Medien und kritischen Journalismus zu sichern.

Die künftige Aufgabe des BSA sieht Einem in einer Arbeit im Interesse derer, die benachteiligt sind und darin, "mit einem politischen Profil Menschen zu gewinnen, die bereit sind mit uns gemeinsam für eine gerechtere Welt zu arbeiten". Der BSA müsse denen helfen, die heute in der Bundesverwaltung, in Unternehmen mit staatlicher Beteiligung, in privaten Organisationen politisch oder dadurch unter Druck sind, dass immer mehr MitarbeiterInnen abgebaut werden. Hier müsse der BSA den Betroffenen helfen, sich zu organisieren und Widerstand zu leisten gegen Ungerechtigkeit, Unsachlichkeit, Ausverkauf oder Zerstörung.

In Europa sieht Einem nicht nur in der EU-Erweiterung und der entsprechenden Vorbereitung eine große Herausforderung, sondern auch in der notwendigen neuen Verfassung. "Wir stehen vor der Herausforderung, dass die Bürgerinnen und Bürger diese Union als ihr Instrument für bessere und wirkungsvollere Politik erfahren und empfinden können." (Schluss) se

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