Informationstag des ORF-Stiftungsrats und der ORF-Geschäftsführung über Zukunft des ORF

Wien (OTS) - Die zukünftige Entwicklung des ORF in wirtschaftlicher, programmlicher und technologischer Hinsicht war Gegenstand intensiver Beratungen bei einer ganztätigen Informationsveranstaltung der ORF-Geschäftsführung und des ORF-Stiftungsrats am Samstag, dem 8. Juni 2002, im ORF-Zentrum Wien. Ziel dieses Informationstages war es, über die regulären Arbeitssitzungen des Stiftungsrats hinaus den Dialog zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsgremium zu vertiefen und Leitlinien für die weitere Zusammenarbeit zu skizzieren. Wesentliche Aspekte dieser Veranstaltung mit Grundsatzreferaten von Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und den weiteren Mitgliedern der Geschäftsführung sowie mit ausführlichen Diskussionen mit den ORF-Stiftungsräten waren die Weiterentwicklung des Unternehmens auf Grundlage des neuen ORF-Gesetzes sowie die Positionierung des ORF in der durch Privatfernseh- und Privatradiogesetz veränderten Konkurrenzsituation.

ORF-Geschäftsführung und Stiftungsrat waren sich darin einig, dass der Informationstag über die zukünftige Positionierung des ORF einen wesentlichen Beitrag für die weitere fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Generaldirektorin Dr. Monika Lindner, den Direktoren und dem Stiftungsrat darstellt.

Generaldirektorin Dr. Monika Lindner informierte den Stiftungsrat über die öffentlich-rechtliche Positionierung des ORF und die Kosten seines Auftrages und entwarf Szenarien für die zukünftige Entwicklung der Rahmenbedingungen. Der Kaufmännische Direktor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz, zeigte die internationale Entwicklung des Medienmarktes auf und erklärte die mittelfristige Finanzierungsstruktur des ORF angesichts so wichtiger Faktoren wie der geänderten Rahmenbedingungen und der Rechteentwicklung.

Im Mittelpunkt des Referats von Programmdirektor Dr. Reinhard Scolik stand u.a. die strategische Positionierung der Fernsehprogramme des ORF, der sich mit seinem TV-Angebot auf einem der kompetitivsten Märkte Europas befindet: Heute können rund 83 Prozent aller österreichischen Haushalte über Kabel- oder Satellitenanschluss bis zu 39 überwiegend deutschsprachige Sender empfangen, demnächst wird es auch bundesweites terrestrisches Privat- und Ballungsraum-TV geben. Informationsdirektor Gerhard Draxler infomierte die Mitglieder des Stiftungsrats über die strategische Positionierung des TV-Informations- und Sportbereichs. Den Erläuterungen der beiden ORF-TV-Programmdirektoren zufolge soll in ORF 1 und ORF 2 der Österreich-Charakter, die Eigenproduktion, speziell auch jene für junge Seher, gestärkt und die Information ausgebaut werden. Um die Positionierung der zwölf Radioprogramme des ORF, die in vollem Wettbewerb mit 58 kommerziellen österreichischen Anbietern stehen, ging es in den Ausführungen von Hörfunkdirektor Mag. Kurt Rammerstorfer.

Die zukünftige Strategie des Onlinebereichs, in dem der ORF mit ORF.at schon zu einem frühen Zeitpunkt Maßstäbe gesetzt und den Weg von der klassischen Bimedialiät zur Trimedialität beschritten hat, skizzierte der Direktor für Online und neue Medien, DI Ronald Schwärzler. Andreas Gall, Technischer Direktor des ORF, informierte den Stiftungsrat über die Strategie der ORF-Technik im Zeitalter der Digitalisierung. Auf die Rechtsgrundlagen des ORF und die Personalentwicklung des ORF ging ORF-Administrations-Chef Dr. Wolfgang Buchner ein.

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