LH Haider erteilt Berufsverbot für unter Verdacht stehenden Kärntner Arzt

Für betroffene Patientinnen wird LKH Villach-Ambulanz länger geöffnet - Villacher Gynäkologe steht im Verdacht Tausende Krebs-Abstriche nicht zur Untersuchung weitergeleitet zu haben

Klagenfurt (LPD) - Für den in Verdacht stehenden Kärntner Arzt
hat heute Landeshauptmann Jörg Haider definitiv ein Berufsverbot bis zur Klärung aller Umstände erteilt. Der Kärntner Regierungschef hat dies im Rahmen seiner Zuständigkeit im Zusammenhang mit der mittelbaren Bundesverwaltung angeordnet. Darüber hinaus hat der Landeshauptmann sich dafür eingesetzt, dass in Kooperation mit dem LKH Villach die Ambulanzzeiten verlängert werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die in großer Sorge befindlichen betroffenen Patientinnen des Frauenarztes so rasch wie möglich Gewissheit über ihren Gesundheitszustand erlangen können, so Haider.

Es besteht der begründete Verdacht, dass ein freiberuflich tätiger Villacher Gynäkologe seit dem Jahr 1998 Tausende Krebs-Abstriche seiner Patientinnen nicht zur Untersuchung an ein entsprechendes Labor weitergeleitet hat. Eine Sachverhaltsdarstellung wurde der zuständigen Behörde übermittelt. Der Arzt sitzt bereits in Untersuchungshaft. (Schluss)

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