"Kleine Zeitung" Kommentar: "Gauggelei" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 07.06.2002

Graz (OTS) - Geht er, bleibt er, räumt er sein noch nicht
bezogenes Büro oder wird er auf beiden Sesseln sitzen?

Reinhart Gaugg tanzt weiter auf der Nase von Susanne Riess-Passer herum. Er vermasselt ihr den Auftritt am FP-Parteitag, der sie als Parteichefin bestätigen und zur Kanzlerkandidatin ausrufen soll.

Auch zwei Tage vor dem großen Ereignis herrscht noch immer eine heillose Verwirrung.

Gaugg selbst behauptet, er wisse zwar, was er tun wolle, werde aber die Entscheidung, ob er den Posten des stellvertretenden Generaldirektors der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeitnehmer neben seiner Funktion als Nationalratsabgeordneter ausüben werde, erst zu gegebener Zeit bekannt geben.

Riess-Passer hingegen sagt, Gaugg werde das Mandat zurücklegen, sobald sein Dienstvertrag bei der Versicherung unterschrieben ist.

Wenn es in den widersprüchlichen Erklärungen einen gemeinsamen Nenner gibt, dann jenen, dass es um Geld geht. Gaugg möchte sich seinen Abschied aus dem Parlament vergolden lassen und benützt das Mandat als Faustpfand. Das ist keine harmlose Gauggelei, sondern eine unverschämte Erpressung. Gaugg hat sich schon vor dem Dienstantritt disqualifiziert. ****

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