Konecny: Öffentlichkeit wurde in der Causa Gaugg getäuscht

Wien (SK) In seiner Rede vor dem Bundesrat zur Causa Gaugg stellte der Vorsitzende der SP-Bundesratsfraktion Albrecht K. Konecny am Donnerstag einige zentrale Fragen an den Sozialminister. Betrachte man, so Konecny, die Vorgangsweise bei der Bestellung Gauggs zum Vize-Generaldirektor der PVA, werde deutlich, dass die Öffentlichkeit nicht unbedingt völlig den Tatsachen entsprechend informiert wurde. Man könne sich nicht des Eindrucks verschließen, dass sich bei dieser Postenbesetzung einige Personen in ein Kämmerchen zurückgezogen hätten, um sich auszumachen, wer was werden solle. ****

"An dieser Sitzung kann sich nun Minister Haupt nicht mehr erinnern, teilgenommen zu haben - entgegen der Aussage des Generaldirektors Wetscherek", betonte Konecny, der in diesem Zusammenhang Haupt fragte, inwieweit er hierbei eine Objektivität der Aufsichtsbehörde gewahrt habe.

Aber nicht nur die Vorgangsweise bei der Postenbesetzung, auch Gaugg's finanzielle Vorstellungen wären mehr als aufklärungswürdig. "Im Nationalrat will er seinen Bezug, in der PVA ebenso, jedoch ist er bei weitem nicht mit jenem Gehalt zufrieden, das ihm nach dem Lohnschema zustünde, betonte Konecny, der darauf hinwies, dass noch vor kurzem sowohl die Postenbesetzung mit Gaugg, als auch eine Mandatsrücklegung Gauggs angekündigt wurde.

"Gaugg wurde in einen Posten gepresst, ohne die entsprechenden Qualifikationen aufweisen zu können, ist mit dem gebotenen Einkommen nicht zufrieden und rittert um mehr Gage." Gaugg ist eben jemand, der sein Butterbrot immer von beiden Seiten beschmieren möchte, erklärte Konecny.

Letztendlich wäre wohl die Qualifikation Gauggs in seinen hervorstechenden Kenntnisse des Alphabets begründet. "Buchstabieren kann er: Von A bis Z und zu N und I ist ihm auch etwas eingefallen", so Konecny. (Schluss) up/dk

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