Weinmeier: Mehrphasenführerschein zur Reduzierung der Verkehrstoten dringend notwendig

50 Prozent weniger Tote durch Verkehrssicherheitskonzept

Wien, 2002-06-06 (fpd) - Als äußerst positiv bezeichnete FPÖ-Abgeordneter Ing. Wilhelm Weinmeier, Mitglied des parlamentarischen Verkehrsausschusses, das gestern in Wien von BM Reichhold vorgestellte Verkehrssicherheitsprogramm. Ziel dieses Programmes sei eine Reduzierung der Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 um 50 Prozent. ****

"Österreich liegt zwar im statistischen Vergleich mit anderen europäischen Ländern im guten Mittelfeld, doch gibt es Länder wie Großbritannien, Finnland und Schweden mit nur halb so vielen Verkehrstoten und daher muß dieses Ziel auch in Österreich erreichbar sein. Besonders dramatisch ist aber die Entwicklung bei der Anzahl von getöteten Jugendlichen im Alter von 18 bis 20 Jahren, wo wir mit 292 Verkehrstoten je Mio. Einwohner tragische, europäische Spitze sind. Hier besteht also Handlungsbedarf und hier hat die Politik zu reagieren und daher ist der Vorschlag einer Einführung eines Mehrphasenführerscheines für Fahranfänger äußerst zu begrüßen", erläuterte Weinmeier.

"Leider drehte sich die öffentliche Debatte bisher nur um die Kostenfrage". Abg. Weinmeier teilt diese Bedenken nicht, weil es gerade durch die kürzlich beschlossene Änderung des Führerscheingesetzes zu mehr Wettbewerb bei den Fahrschulen und in Zukunft zu Verbilligungen bei den Führerscheinkosten kommen sollte. Die mit Einführung des Mehrphasenführerscheines geplante Reduzierung der Ausbildungsstunden beim Grundführerschein müßte ein Gleichbleiben der Kosten auf jeden Fall ermöglichen.

Weinmeier fordert daher die Fahrschulen auf, eine Erklärung abzugeben, daß es durch den Mehrphasenführerschein zu keiner Kostenerhöhung kommen werde und macht dazu den Vorschlag, daß die Fahrschulen diese Kosten bereits beim Grundführerschein einrechnen und die Führerscheinneulinge eine Art Gutschein erhalten sollen, mit dem sie dann die Nachschulung absolvieren können. "Dies wäre eine äußerst interessante Ansage der Fahrschulwirtschaft und würde sehr viele Führerscheinneulinge dazu bewegen dieses Angebot wahrzunehmen, da später keine zusätzlichen Kosten anfallen."
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