Familienhospizkarenz: Kanovsky-Wintermann: Weiterer Meilenstein in Sozialpolitik der neuen Regierung

Wien, 2002-06-06 (fpd) - "Mit der Beschlußfassung der Familienhospizkarenz in der heutigen Sitzung des Bundesrates übernimmt Österreich eine beispielgebende Vorreiterrolle für eine Kultur des Lebens, mit der eine Kultur des Sterbens untrennbar verbunden ist", führte die FPÖ-Bundesrätin aus Kärnten, Dr. Kanovsky-Wintermann, aus. Mit diesem Gesetz werde nun berufstätigen Menschen die Möglichkeit gegeben, für drei bzw. sechs Monate, seine Angehörigen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. ******

Arbeitsrechtlich seien alle Personen, die diese Regelung in Anspruch nehmen, geschützt. Das habe zur Folge, daß Angehörige nicht mehr ihren Beruf aufgeben müssen, wenn sie sich zur Sterbebegleitung entschließen. Es bestehe außerdem die Möglichkeit der Voll- und Teilkarenz. Weiters werde die Kranken- und Pensionsversicherung weiterbezahlt und es bestehe ein Anspruch auf Leistungen aus einem Härtefonds.

Kanovsky-Wintermann betonte, daß es erst die neue Bundesregierung war, die sich dieses Themas angenommen und damit eine langjährige freiheitliche Forderung umgesetzt habe. "Für mich ist es unverständlich, daß SPÖ und Grüne dem Gesetz keine Zustimmung geben wollen", wundert sich die FPÖ-Abgeordnete.
Weiters gebe es in den Kompetenzen der Landessozialreferenten einen Titel "Hilfe in besonderen Lebenslagen", aus dem Härtefällen geholfen werden kann. Kanovsky-Wintermann könne sich auch einen Beitrag der Krankenkassen vorstellen, da ein Rückgang bei den Krankenhausaufenthalten absehbar sei.

"Das Gesetz ist - wenn auch möglicherweise in Detailfragen veränderbar - ein weiterer Meilenstein in der Sozialpolitik der neuen Bundesregierung, die soziale Wärme der Eisschrankmethodik vorzieht", schloß die freiheitliche Bundesrätin. (Schluß)

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