ÖGB-Frauen: Halten an Forderung von 1.000 Euro Mindestlohn fest

Brauchen Qualitätsarbeitsplätze statt nicht existenzsichernde McJobs

Wien (ÖGB). "Wir halten an unserer Forderung nach 1.000 Euro Mindestlohn fest", reagiert ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits auf die heutigen Aussagen des Präsidenten der oberösterreichischen Wirtschaftskammer Viktor Sigl, der einen derartigen Mindestlohn als kontraproduktiv bezeichnet hat. Csörgits dazu: "Es ist bedenklich, dass in einigen Branchen selbst bei Vollzeit noch immer weniger als 1.000 Euro gezahlt wird. Anstelle ständig mit Ausflüchten zu argumentieren, sollten die Arbeitgebervertreter der betroffenen Branchen in den KV-Verhandlungen endlich einem Mindestlohn von 1.000 Euro zustimmen", so die ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin weiter.++++

"Wir brauchen keine McJobs, wo die Entlohnung nicht zum Leben reicht. 1.000 Euro Mindestlohn muss leistbar sein", sagt Csörgits und verweist auf zwei Beispiele, wo die Umsetzung dieser Forderung vor kurzem gelungen ist. Der Zeitarbeiter-Kollektivvertrag, der seit Anfang März 2002 in Kraft ist, sieht für alle ZeitarbeiterInnen, auch für ungelernte, eine Entlohnung von mehr als 1.000 Euro vor. In der österreichischen Hotellerie nehmen die Austria Trend Hotels Resorts eine Vorreiterrolle ein: Für die 1.500 MitarbeiterInnen der Hotelgruppe gibt es seit 1. Juni 2002 einen Mindestlohn von 1.000 Euro. "Das sind zwei wichtige Erfolge, Ziel bleibt freilich 1.000 Euro Mindestlohn in allen Branchen. Wir werden nicht nachlassen, das von den Arbeitgebervertretern einzufordern", so Csörgits abschließend. (mfr)

ÖGB, 6. Juni 2002 Nr. 506

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