Nitrofen: Irreführende Entwarnung der Behören

Belastetes Putenfleich in Tirol vermutlich längst gegessen

Wien (OTS) - Bei der Überprüfung eines westösterreichischen Betriebes konnten die Kontrollore der staatlichen Lebensmittelagentur keinerlei verseuchtes Fleisch aus Deutschland finden und gaben daraufhin am Mittwoch Abend eine "erste Entwarnung" aus.

Tatsächlich hatte das Niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft dem Wiener Ministerium für Soziale Sicherheit und Generationen zuvor eine detaillierte Export-Liste der deutschen Firma "Grüne Wiese" übermittelt. "Grüne Wiese" hat das Nitrofen-Verseuchte Futtermittel an Hühner und Puten verfüttert: Nach den Angaben aus Deutschland sind bis Februar dieses Jahres zumindest neun Kilogramm Putenfleisch von "Grüne Wiese" nach Tirol geliefert worden. Daß die Fahnder diese Ladung jetzt nicht mehr auffinden konnten, legt den Verdacht nahe, daß das belastete Fleisch längst in den Verkauf gelangt und verspeist worden ist.

Der Grenzwert für die Nitrofenbelastung liegt bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das Unkrautvernichtungsmittel als krebserregend ein, überdies kann es laut WHO Missbildungen bei Feten auslösen.

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