FORMAT: Ärztekammer warnte bereits im Oktober vor Frühpensionsaffäre

Riess-Passer droht Unternehmen mit Entzug der Pensionierungskompetenz

Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer hat bereits am 24. Oktober des Vorjahres vor Gefälligkeitsgutachten im Zusammenhang mit Frühpensionierungen bei Post und Telekom gewarnt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

FORMAT zitiert aus dem Schreiben von Ärztekammer-Präsident Otto Pjeta an Postgewerkschaft und Management: "Bei derartigen Patienten ist meist in keiner Weise eine Berufsunfähigkeit gegeben. Es wird von Ärzten offensichtlich durchaus erwartet, Gefälligkeitsgutachten auszustellen, wodurch sich diese Kollegen unter Druck gesetzt fühlen."

Während das Postmanagement die Vorwürfe heftig dementiert, bestätigt Postgewerkschafter Walter Sumetsberger in seinem FORMAT vorliegenden Antwortschreiben: "Durch die Restrukturierungsmaßnahmen weisen viele der Postmitarbeiter schwere psychische Schäden auf."

Wie FORMAT weiter berichtet, droht Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer jenen Unternehmen, denen illegale Frühpensionierungspraktiken vorgeworfen werden, mit Strafanzeigen. In einem Strategiepapier ihres Ministeriums wird schon darüber nachgedacht, "den betroffenen Unternehmen die Kompetenz zur Pensionierung zu entziehen."

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