Wirtschaftskonjunktur in Kärnten bekommt wieder Rückenwind

LH Haider: Technologie-Offensive trägt Früchte - Heimische Zulieferer für High-Tech-Branche stärken

Klagenfurt (LPD) - Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) und Joanneum Research Graz (JR) präsentierten heute in Klagenfurt ihre Beschäftigungs- und Konjunktur-Prognose für Kärnten für die Jahre 2002 und 2003. Die Kernpunkte: In Kärnten wird es noch im laufenden Jahr zu einer deutlichen Erholung der Wirtschaft nach der weltweiten Konjunkturabkühlung kommen. Ab 2003 wird dieser Aufschwung auf die Beschäftigungsentwicklung mit einem prognostizierten Plus von 0,4 Prozent durchschlagen, was absolut gesehen einen Zuwachs von 800 neuen Arbeitsplätzen entspricht. Stark ansteigen werden der Technologiebereich (+ 2,1 %) und die Wirtschaftsdienste (+ 5,8 %), wobei vor allem die Branche der Datenverarbeitung und Datenbanken mit einem erwarteten Zuwachs von 25 Prozent hervorsticht.

Wie Univ. Prof. Michael Steiner vom Joanneum Research betonte, habe Kärnten in den vergangenen Jahren durch die verstärkte Konzentration der Wirtschaftspolitik- und förderung auf Technologie und Innovation einen positiven Strukturwandel eingeleitet. Dadurch konnten technologie- und humankapitalintensive Branchen in den Sektoren Elektronik/Elektrotechnik, Autozulieferindustrie, Maschinenbau und Metallbearbeitung deutlich expandieren. Gleiches gelte für die Wirtschaftsdienste im Allgemeinen und die EDV-Software im Speziellen. Ziel des Strukturwandelprozesses müsse sein, dass er im Laufe der kommenden Jahre auf die Gesamtdynamik der Kärntner Wirtschaft durchschlägt, sagte Steiner. Auf alle Fälle habe Kärnten in der Wirtschaftsentwicklung auf das richtige Pferd gesetzt. Der Weg müsse konsequent beibehalten werden, man dürfe sich auch beim Auftreten eventueller Konjunkturabschwächungen nicht davon abbringen lassen. Strukturwandel brauche Zeit, in der Steiermark habe er 20 bis 30 Jahre gedauert, so Steiner.

Landeshauptmann Haider sagte aufgrund der vorliegenden Daten, dass Kärnten die Herausforderung einer internationalen Konjunkturkrise gut überstanden habe. Gleichzeitig wurde dem Land mit der Technologieoffensive eine neue wirtschaftliche Zukunft eröffnet. Immerhin seien die Bereiche Technologie und Wirtschaftsdienste in Kärnten stärker gestiegen als im Österreichschnitt. Durch gezielte Investitionen in die Ausbildung verfüge das Bundesland auch über ein gutes Fachkräfteangebot. Mit zusätzlichen Förderprogrammen für die mittelständische Wirtschaft werde ein investitionsfreudiges Klima geschaffen, das in der Folge arbeitsplatzwirksam werde.

Weitere Chancen für die Kärntner Wirtschaft sieht Haider im Ausbau der Software-Entwicklung. Derzeit entsteht in Klagenfurt mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro ein eigener Softwarepark. Auch will Haider erreichen, dass im High-Tech-Bereich verstärkt heimische Zulieferbetriebe zum Zug kommen sollen. Damit bliebe nicht nur die Wertschöpfung im eigenen Land, es werde auch die Kompetenz dieser Firmen im weltweiten Wettbewerb gestärkt und es entstünde ein interessantes Unternehmensspektrum mit starker Zukunftskomponente, so der Kärntner Regierungschef, der darüber Gespräche mit Infineon in Villach führt. Unterstützt wird diese Idee von KWF und Joanneum Research. Wie Steiner betonte, entspreche eine solche Zulieferverflechtung der Philosophie der Cluster-Bildung. Dabei gehe es weniger um Branchen- als viel mehr um Themenschwerpunkte. Damit könnten sogenannte "kritische Größen" für mehrere Bereiche geschaffen und das wirtschaftliche Angebot deutlich verbessert werden.

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