KUKACKA: BEGRÜSST DAS VERKEHRSSICHERHEITSPROGRAMM 2002

ÖVP-Verkehrssprecher für realistische Darstellung der Mehrkosten der Mehrphasenausbildung und gemeinsamen Vier-Parteienantrag

Wien, 6. Juni 2002 (ÖVP-PK) Das gestern im Rahmen der Veranstaltung "Mit Sicherheit mehr Sicherheit" vom Verkehrsministerium und vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) präsentierte Österreichische Verkehrssicherheitsprogramm 2002 bis 2010 ist ein wichtiges verkehrspolitisches Signal und ein Schritt in die richtige Richtung, der von der ÖVP unterstützt wird, weil sich darin auch viele Vorschläge der ÖVP wiederfinden, so ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Donnerstag. ****

Mit 958 Verkehrstoten auf Österreichs Straßen im Jahr 2001 habe man die Verkehrsunfallzahlen der Jahre 1997 (1105 Tote), 1998 (963 Verkehrstote), 1999 (1.079 Verkehrstote) und 2000 (976 Verkehrstote) unterboten, trotzdem müsse das Unfalljahresergebnis 2001 Anlass für weitere Anstrengungen sein, so der Abgeordnete.

Wie diese Zahlen zeigen, sei das nun angekündigte Österreichische Verkehrssicherheitsprogramm die "logische und notwendige Weiterführung eines erfolgreichen Verkehrssicherheitskurses". Der Schlüssel zu mehr Verkehrssicherheit müsse auch weiterhin in einer verursacherorientierten Verkehrssicherheitspolitik liegen, verbunden mit einem ständigen Überwachungsdruck der Exekutive an Unfallhäufigkeitspunkten und umfassenden Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung der Autofahrer, so Kukacka weiter.

Positiv bewertet der Verkehrssprecher die Ankündigung von Verkehrsminister Ing. Mathias Reichhold über die Einführung der Mehrphasen-Ausbildung für Führerscheinneulinge. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Hebung der Verkehrssicherheit geleistet, den die ÖVP unterstütze. Kukacka wies darauf hin, dass trotz eines Bevölkerungsanteils von nur zwölf Prozent im vergangenen Jahr über ein Drittel aller im Straßenverkehr Verletzten und ein Viertel aller Getöteten der Altersgruppe der 15 bis 24-jährigen angehörten. Deshalb stelle die zweite Ausbildungsphase innerhalb eines Jahres eine wichtige Maßnahme zur Senkung der Unfallzahlen in dieser Altersgruppe dar.

Der ÖVP-Verkehrssprecher fordert allerdings eine realistische Darstellung der Mehrkosten. Voriges Jahr sprachen der ÖAMTC und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) noch von rund 291 Euro Mehrkosten. Derzeitige Berechnungen liegen nun bei mindestens 60 Euro. Heute spreche der ARBÖ davon, dass der Führerschein mit Mehrphasenausbildung in Verbindung mit der Kfz-Pflicht durch billigere Kfz-Prämien sogar billiger werden könne. Dies würde die ÖVP begrüßen, denn die Versicherungen würden auch Nutznießer dieser Mehrphasenausbildung werden. Denn eine Mehrphasen-Fahrausbildung würde zu einem Rückgang der Verkehrsunfälle und damit auch der Schadensfälle führen. Die Versicherungen würden laut Kukacka daher auch finanziell profitieren. Er erwarte sich, dass die Versicherungen ein entsprechendes Modell vorlegen, das zu keiner Verteuerung der Fahrausbildung und des Führerscheines durch das Mehrphasenausbildungsmodell führt.

Er erwarte sich außerdem, dass sich alle Parlamentsparteien in einem gemeinsamen Initiativantrag dem Konzept der Mehrphasenausbildung anschließen werden.
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