ÖGJ sieht Bartensteins Versprechen mit gemischten Gefühlen

Geld so rasch als möglich zur Verfügung stellen, kurzfristige Maßnahmen zu wenig

Wien (ÖGJ). "Es ist erfreulich, dass die Beharrlichkeit der ÖGJ Wirkung zeigt", freut sich Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) über das heutige Bekenntnis von Minister Bartenstein zur Verlängerung des Jugendausbildungsgesetzes. "Es darf sich hier im Sinne der Jugendlichen jedoch nicht nur um Lippenbekenntnisse handeln. Nun heißt es so rasch als möglich das nötige Geld zur Verfügung zu stellen, damit die nötigen Ausbildungsplätze eingerichtet werden können."++++

Der Erfolg der Maßnahmen, so Maringer, hänge entscheidend davon ab, ob den Jugendlichen wirkliche Hilfe oder bloß kurze Überbrückungsmaßnahmen angeboten würden. "Kurzfristige Maßnahmen sind hier eindeutig zu wenig. Sollten die Jugendlichen während der Zeit ihrer Ausbildung im Auffangnetz keinen regulären Lehrplatz finden, müssen sie auch die Möglichkeit haben ihre Lehrabschlussprüfung im Rahmen des Kurses abzulegen", so Maringer. Weiters sei für die ÖGJ klar, dass genau darauf aufgepasst werden müsse, welche Ausbildungsrichtungen angeboten würden. Maringer: "Die Jugendlichen müssen mit dieser Ausbildung auch eine Zukunftschance am Arbeitsmarkt haben."

Ein Problem hat Maringer mit der von Minister Bartenstein bezifferten Größe der Lehrstellenlücke. "Wie wir bereits mit unserer letzte Aktion am Ballhausplatz deutlich aufgezeigt haben und auch aus dem Bericht des AMS von Ende Mai hervorgeht, ist die Zahl der fehlenden Lehrstellen deutlich größer. Es wäre ein fataler Fehler, sich nur um die 3.048 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden zu kümmern. Denn mit Ende Mai waren noch 9.560 zusätzlich an Lehrstellen interessierte Jugendliche beim AMS vorgemerkt", so Maringer. "Wenn es Minister Bartenstein um eine ehrliche Problemlösung geht, dann wäre er gut beraten, auch auf diese Jugendlichen Rücksicht zu nehmen und ihnen eine Ausbildungschance zu ermöglichen."

ÖGB, 6. Juni 2002 Nr. 505

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