ÖÄK zu Frühpensionierung: Unter Druck gesetzte Ärzte sollen sich melden

ÖÄK bietet unter Druck gesetzten Ärzten Beratung an

Wien (OTS) - Ärztinnen und Ärzten, die sich von Patienten und Arbeitgebern unter Druck gesetzt fühlen, "Gefälligkeitsgutachten" auszustellen, bietet sich die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) als Anlaufstelle für Beratung an. Dies berichtet ÖÄK-Präsident Dr. Otto Pjeta vor dem Hintergrund der laufenden Debatte um angeblich medizinisch ungerechtfertigte Frühpensionierungen bei Post und Telekom am Donnerstag in einer Aussendung.

"Die Ärztekammer bietet als Standesvertretung allen Ärzten Beratung in wichtigen Berufsfragen. Dieses Angebot gilt in besonderem Maß für Fälle, in denen die Unabhängigkeit des ärztlichen Berufsstandes bedroht ist", betont der ÖÄK-Präsident. "Da seit längerer Zeit Berichte an uns heran getragen werden, wonach der Druck auf Ärzte, Gefälligkeitsgutachten zu erstellen, immer stärker wird, liegt uns viel daran, die Dimension dieses Problems zu erfassen. Wir möchten Fälle unangemessenen Drucks gegenüber Ärzten dokumentieren und Betroffene durch gezielte Beratung aktiv unterstützen. Sollten wir zu dem Ergebnis kommen, dass die Freiheit des ärztlichen Standes derzeit auf breiter Front bedroht ist, werden wir uns in angemessener Weise mit diesem Phänomen auseinander setzen. Ärzten, die sich trotz zunehmenden Drucks weigern, Gefälligkeitsgutachten auszustellen, gilt die volle Solidarität der Standesvertretung."

Der ÖÄK-Präsident war in Folge von Berichten über zunehmenden Druck auf Ärzte bereits im Oktober vergangenen Jahres mit der Bitte um Aufklärung an die Unternehmenszentrale der Post heran getreten. Die Vorwürfe wurden jedoch seitens der Post und der Postgewerkschaft zurück gewiesen. (Schluss)

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