Bekleidungsindustrie: Erfreuliche Exportergebnisse für 2001

Beweis für Leistungsfähigkeit und Kompetenz der österreichischen Bekleidungsindustrie

Wien (PWK388) - "Die erfreulichen Exportergebnisse im Jahr 2001 bestätigen, dass unser Industriezweig trotz negativer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf zahlreichen Märkten sowie weltpolitischer Unsicherheit sich im vergangenen Jahr im globalen Wettbewerb gut positioniert hat", betonte heute, Donnerstag, Wilhelm Ehrlich, Fachverbandsobmann der Bekleidungsindustrie. Ein Exportplus von 3,5 % auf 1,4 Mrd. € und eine Absatzsteigerung von plus 3,6 % in EU-Relation verdeutliche die Akzeptanz österreichischer Mode in diesem anspruchsvollen Wirtschaftsraum.
Hauptmärkte sind die BRD (551 Mio. Euro, + 8,6 %) gefolgt von Frankreich (130 Mio. Euro, + 8,3 %), Schweiz (100 Mio. Euro, -4 %) sowie Italien (96 Mio. Euro, + 1%). Die Erfolge in Frankreich und Italien werden seitens des Fachverbandes als Beweis der modischen Kompetenz österreichischer Bekleidung besonders hervorgehoben. Im übrigen habe etwa die deutsche Bekleidungsindustrie im vergangenen Jahr nur ein Exportplus von 0,4 % erreicht. In zahlreichen Überseemärkten konnte österreichische Mode ebenfalls Zuwächse realisieren, wie z.B. im arabischen Raum, in Südkorea (+ 28 %), Japan (+ 24 %), Kanada (+ 13 %) sowie in einigen südamerikanischen Relationen und Australien.
Gerade in einer lohnintensiven Branche wie der Bekleidungsindustrie müsse es berechenbare und verbesserte Rahmenbedingungen auf nationaler wie auf EU-Ebene geben. "Die neuerliche Diskussion über die Höhe des Arbeitgeberbeitrages bei der Abfertigung neu ist entbehrlich, die 1,53 % wurden nach langen Fachdiskussionen festgelegt!" betonte Ehrlich. In dieselbe Kerbe schlägt auch Franz Pitnik, Geschäftsführers des Fachverbandes, mit der Forderung, den Textil- und Bekleidungssektor nicht in den Stahl-Schutzzoll-Streit zwischen USA und der EU hineinzuziehen. "Es ergeben sich wesentliche Teuerungen für textile Meterware, falls die EU Strafzölle auf US-Textilien einführt" kritisierte Pitnik diesbezügliche Überlegungen der EU-Kommission.

Vielmehr solle sich Brüssel auf für die Bekleidungsindustrie in der Praxis sinnvolle Vorhaben wie etwa die Modernisierung des Präferenzzollrechtes für den europäischen Raum (inklusive EU-Beitrittswerber) oder die Basel II Problematik - auch für den mittelständischen Bekleidungsfachhandel relevant - vorrangig konzentrieren. Das EU-Marktzutritts-Abkommen mit Sri Lanka sei in der wirtschaftlichen Realität aber völlig bedeutungslos und nur ein Scheinerfolg der EU. "Wer kann sich in Sri Lanka österreichische oder EU-Bekleidung leisten?" so Pitnik.

Zur aktuellen Situation am heimischen Bekleidungsmarkt sei festzuhalten, dass der Anstieg von Importware aus Asien aber weiter an. Das Vordringen von Billig-Filialketten dränge den traditionellen Fachhandel als Kunden der Bekleidungsindustrie weiterhin zurück. Im Sinne einer aktiven Firmenpolitik steuerten zahlreiche Unternehmen der Modeindustrie daher durch Shop-in Shop-Konzepte, Mono-Marken-Stores, Franchise-Partner etc. gegen diesen Trend. "Das hohe Qualitäts-Know-how und die ausgeprägte Kreativität der Mitarbeiter lassen auf eine positive Bewältigung der Herausforderung der Märkte auch in Zukunft hoffen!" gibt sich Verbandsobmann KR Ehrlich optimistisch und verweist auch auf die interessanten Jobchancen für Nachwuchskräfte in der global agierenden österreichischen Bekleidungsindustrie. (us)

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