Sima zu Nitrofen-Skandal: Minister Haupt verteilt Beruhigungspillen statt Information

Unerträgliches Ping-Pong-Spiel zwischen Ministerium und Ernährungsagentur - Nächster Fleischskandal wurde publik

Wien (SK) Kritik an der "Nicht-Informations-Politik" von Gesundheitsminister Herbert Haupt übte heute SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima im Zusammenhang mit dem Nitrofen-Skandal: "Minister Haupt hielt eine Warnung der heimischen Konsumenten vor verseuchtem Geflügelfleisch bisher offensichtlich für völlig unnötig. Es ist doch mehr als bezeichnend, dass das deutsche Verbraucherschutzministerium über Fleischproben-Nahmen in Österreich informiert hat, vom zuständigen Minister war bis gestern nichts zu hören. Nun verteilt er Beruhigungspillen", so Sima gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Anstatt offen zu informieren, werde derzeit ein Ping-Pong-Spiel zwischen Ministerium und der neuen Ernährungs-Agentur veranstaltet, ein Kompetenz-Wirr-Warr auf Kosten der Konsumenten, so Sima. ****

Indes wurde heute ein weiterer Fleisch-Skandal publik, laut ORF ergab ein Test der Lebensmittel-Versuchsanstalt Wien schwere Mängel bei abgepacktem Fleisch in den Supermärkten: "Die Ergebnisse sind mehr als unappetitlich, enthalten etliche Proben Fäkalkeime und Salmonellen. Mit Spannung darf gewartet werden, wann der zuständige Minister darauf reagiert", so Sima. "Es ist in der Tat kein Wunder, dass das Vertrauen der Konsumenten nach all den Lebensmittelskandalen der letzten Zeit zutiefst erschüttert ist, die gestrige Haupt-Aussage ‚Wir haben die Situation fest im Griff' wird jedenfalls nicht ausreichen, um dieses Vertrauen wieder herzustellen,", so Sima abschließend. (Schluss) se/mm

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