tele.ring und Hutchison 3G fordern rasche Umsetzung von Mobiler Nummernportabilität in Österreich - Teil 1

Wien (OTS) - Mobile Nummernportabilität (MNP) - die Möglichkeit des Betreiberwechsels ohne Mobilrufnummeränderung - muss laut der neuen EU-Universaldienstrichtlinie Art. 30 bis spätestens 25. Juli 2003 umgesetzt sein. Um diesen Termin zu halten, fordern Hutchison 3G und tele.ring Infrastrukturminister Mathias Reichhold auf, alle Netzbetreiber per Verordnung oder anhand von Bescheiden zur produktiven Mitarbeit bei der raschen Realisierung einer kundenfreundlichen und wettbewerbsfördernden Lösung zu verpflichten.

"Mobile Nummernportabilität in Österreich soll rasch, kundenfreundlich und wettbewerbsfördernd umgesetzt werden," forderten heute Hubertus J. Hofkirchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der tele.ring Telekom Service GmbH und die Geschäftsführer Berthold Thoma, CTO Hutchison 3G Austria GmbH, in einem gemeinsamen Pressegespräch. Rasch bedeutet dabei, "dass die Umsetzung ehestmöglich erfolgt und am 25. Juli 2003 bei Einführung des neuen Telekom Gesetzes (TKG) der Regulierer keinerlei Pönalen verhängen muss." Im Festnetz ist die Nummernportabilität bereits seit dem 1. Quartal 2000 Realität.

Kundenfreundliche und wettbewerbsfördernde Lösung

"Wir wollen eine kundenfreundliche und effiziente Lösung, die für Kunden den einen raschen Betreiberwechsel ohne Rufnummernverlust gewährleistet," formulierte Hubertus J. Hofkirchner die Vorstellungen der Unternehmen tele.ring und Hutchison 3G. "Wir möchten alle Netzbetreiber einladen, an dieser Lösung ab sofort konstruktiv mitzuarbeiten."

Berthold Thoma, CTO Hutchison 3G ergänzte dazu: "Natürlich sind auch die Politik und der Regulator dazu aufgerufen, wettbewerbsfördernde Maßnahmen in diesem Zusammenhang zu setzen; konkret sollte Bundesminister Reichhold eine Verordnung bzw. Bescheide zu MNP erlassen; denn nur so können wir eine zufriedenstellende technische und administrative Lösung innerhalb des Zeitplans erreichen, die die Mobile Nummernportabilität für die Kunden attraktiv macht."

Österreich soll aus internationalen Fehlern lernen

Eine Studie des WIK (Wissenschaftlichen Instituts für Kommunikationsdienste - Deutschland), die von Hutchison 3G (gemeinsam mit Telefonica) in Auftrag gegeben wurde, beleuchtet internationale Beispiele zu dem Thema. Laut Studie haben dominierende Netzbetreiber wenig Interesse, die Mobile Nummernportabilität rasch umzusetzen. Eine Verzögerung der Umsetzung bevorzugt aber die marktbeherrschenden Unternehmen zu Ungunsten alternativer Betreiber enorm.

"Für neue Betreiber bei UMTS würden bei Fehlen der Nummernportabilität die Startbedingungen ganz wesentlich verschlechtert werden," betonte Dr. Ulrich Stumpf, Geschäftsführer des WIK, die Notwendigkeit für einen fairen Wettbewerb zu sorgen. "Dabei zeigen internationale Vergleiche, dass vor allem auch die 'Portierungszeit' " die Zeitdauer, in der ein Kunde von einem Netzbetreiber zum anderen übertragen wird, entscheidend ist. Grossbritannien kann hier als Negativ-Beispiel angeführt werden." Neben der Übertragungsdauer sind für die Kundenakzeptanz die Information des Kunden und die Marketing- und Produktstrategien entscheidend.

Kunden geben Rufnummernübertragung hohen Stellenwert

"Besonders für Business-User ist die Mobile Nummernportabilität wichtig", erläutert Sascha Kowarcz, Prokurist von INFO Research International. Eine von tele.ring in Auftrag gegebene Studie am österreichischen Markt belegt: 62% der befragten Endkunden geben an, dass die Möglichkeit der Rufnummernübertragung die Wahrscheinlichkeit für einen Wechsel erhöht. Im Segment der Geschäftskunden stellt die mögliche Nummernportabilität mit 26% das wichtigste Kriterium für einen möglichen Betreiberwechsel dar ("wir müssen die Nummer nicht ändern"). Erst danach werden Netzabdeckung und Tarife genannt. "Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen ist die Übertragbarkeit mobiler Rufnummern von besonderer Wichtigkeit, da gerade für diese Unternehmen ein Nummernwechsel einen wesentlichen Mehraufwand bedeutet."

(Forts.)

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