ARBÖ zur Mehrphasenfahrausbildung: Runter mit Versicherungsprämien für Jugendliche

Schluss mit unterschiedlicher Behandlung der Versicherungskunden nach dem Alter - Mehrphasenfahrausbildung schafft Sicherheit

Wien (ARBÖ) - Das neue Führerscheinmodell mit einer Mehrphasenausbildung wurde durch Verkehrsminister Ing. Mathias Reichhold diese Woche eindrucksvoll der Öffentlichkeit dargestellt. Es geht um eine bessere Ausbildung der Jugend und damit deren Sicherheit als Führerscheinneulinge, und ist nach Meinung des ARBÖ somit ein wichtiger Schritt zur Hebung der Verkehrssicherheit. 18.000 verletzte Jugendliche im Alter bis 24 Jahre jährlich sind zu vermeiden.

Einige Politiker zerbrechen sich noch den Kopf, dass ein Mehr an Ausbildung die Fahrausbildung verteuern könnte. Zu diesem Gedanken teilt ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar mit: "Der Führerschein mit Mehrphasenausbildung wird in Verbindung mit der Kfz-Haftpflicht sogar billiger werden."

Heute erhält ein jugendlicher Kraftfahrer nur dann eine Kfz-Haftpflichtversicherung, wenn er eine höhere Prämie bezahlt oder hohe Selbstbehalte im Schadenfall in Kauf nimmt. Auf Rabatte beim Abschluss muss er ohnehin verzichten.

Wer bereits 25 Jahre alt ist, erhält bei klugem Verhandeln zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung einige "Zuckerln": Einen Rabatt von bis zu 20 Prozent, Malusfreiheit beim ersten Schaden und vieles andere. Bei den gar nicht so "alten" 25jährigen aufwärts wird weder ein Selbstbehalt noch eine höhere Prämie verrechnet, berichtet der ARBÖ.

Die Kfz-Haftpflichtversicherer wollen sich ihre Kunden nicht über Gebühr vergrämen, jugendliche Fahranfänger werden jedoch anders behandelt. Dort gibt es geradezu "Abwehrtarife". Wenn nun die Mehrphasenfahrausbildung eine bessere praktische Ausbildung garantiert, müssen nach Ansicht des ARBÖ jugendliche Fahranfänger auch von den Versicherungsanstalten in gleicher Weise behandelt werden.

Der ARBÖ verlangt daher: Runter mit den Versicherungsprämien für die Jugendlichen und Schluss mit der unterschiedlichen Behandlung der Versicherungskunden nach dem Alter. Dies wäre ein konstruktiver Beitrag all jener Autoversicherer, die ausgebildete und gesunde Kunden auf Dauer haben wollen.

"Die Mehrphasenfahrausbildung wird daher auch Gerechtigkeit für die Jugend bei den Kfz-Prämien bewirken. Die Jugendverbände sind aufgerufen rasch aktiv zu werden", erklärt ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar abschließend.

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